Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

GEZ – »GeldEinzugsZwang«

16.11.2012, Manfred Butter

Jeder der Rundfunk hört bzw. Fernsehen glotzt, muss für die öffentlich-rechtlichen Sender – auch Computer und Smartphonanmeldungen gehören dazu – bei der GEZ (Gebühreneinzugszentrale) generell ab 2013 eine monatliche Pauschale von 17,98 Euro zahlen. Keiner kann mir sagen, auch selbst die GEZ nicht, wie die Pauschalhöhe des Zahlbetrages genau begründet ist! Alle Zahlungspflichtigen entrichten nach »Getreu und Glauben« den geforderten Pauschalbetrag. Rund acht Milliarden EUR wurden jährlich über Jahrzehnte von den Hörern und Glotzern in Deutschland durch die GEZ einverleibt.

Auch wenn im Folgejahr es eine einheitliche Pauschale für (fast)alle Haushalte geben wird, so sind wenige »Schwarzseher« weiterhin nicht ausgeschlossen.

Das heißt, wenn rund 40 Millionen Haushalte quartalweise je 53,94 Euro zahlen, dann kommen immerhin 2,1576 Milliarden Euro in die GEZ-Kasse.

Man fragt sich, wofür brauchen ARD und ZDF mit ihren Regionalsendern soviel Geld, wenn meistens nur »Fernsehschrott« geboten wird? Viele Wiederholungssendungen von Filmen und Krimis prägen derzeitig das Programm der öffentlich-rechtlichen Sender.

Sicher kosten solche Ratesendungen mit Jörg Pilawa und vor allem das »Wetten das...?« mit Markus Lanz dem ZDF sehr viel Geld, aber durch die vielen Werbesendungen, die es früher bei gleicher Gebührenpauschale nicht gab, kommen auch viele Tausend Euro zusätzlich in die GEZ-Kasse. Wie groß die tatsächlichen Einnahmen an Euro mit den Werbungen per Bildschirm sind, ist offiziell nicht bekannt. Wenn die privaten Sender, wie zum Beispiel RTL, SAT1, PRO7, VOX usw. von ihren Werbeeinnahmen leben können, dann scheint es ja nicht wenig zu sein. Jawohl, wir Zuschauer des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wollen eine zumutbare Gebührenpauschale von monatlich nur noch die Hälfte des jetzigen Betrages, also 8,99 Euro für alle Haushalte. Jedenfalls werde ich als Kommunalpolitiker die Oppositionsparteien der Bundesrepublik ersuchen, mit entsprechenden Anträgen die Einführung einer realistischen Gebührenpauschale für Rundfunk und Fernsehen, auch für die armen Leute in Deutschland, Realität werden zu lassen!

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