Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren

06.08.2018, Udo Cimutta, Steinfeld

Ein Prinzip, welches sich viele der Großbauern in unserem Land scheinbar auf die Fahnen geschrieben haben. In den Jahren 2014, 2015 fuhren sie fette Ernten ein. Die Kassen klingelten. Doch was taten viele dieser agrarindustriellen Großunternehmer? Statt Rücklagen zu bilden, wie es jeder Unternehmer in der Privatwirtschaft tut, wurde expandiert. Noch mehr Ackerflächen gekauft und der Maschinenpark ausgebaut. Nun scheint es für diese Agrarkapitalisten neu zu sein, dass das Wetter wechselt und sich das Klima verändert. Während der Markt mit billigen Nahrungsmitteln aus Massenproduktion überflutet wurde und die Preise im Keller sind, wird ein großes mediales Gejammer in Gang gesetzt. Selbst unsere Landesmutter bläst in diese Flöte. Der Steuerzahler soll das Problem lösen. Aus den Rücklagen des Landes sollen Gelder fließen. Wegen der billigen Lebensmittel könnten die Landwirte nicht überleben. Bitte? Was wurde hier an der Marktwirtschaft nicht verstanden? Die Preise im Keller wegen Überproduktion, keine Rücklagen und nun darf der Steuerzahler ran? Die Großbauern arbeiten wie Industrieunternehmer sind aber nicht bereit, dass unternehmerische Risiko zu tragen! Da läuft einiges falsch!

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