Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Gewalt und Religion

03.12.2019, Dr. H. Bomke, Schwerin

»Friede auf Erden«, dieser Menschheitstraum ist bis heute nicht überall erreicht: Terrorismus, Hasskriminalität, Flucht in erschreckendem Maß. Für die Ursachen wird bisweilen auf Religionen verwiesen, besonders auf den Islam. Mein Eindruck ist, dass das politische Lesen der Glaubensgrundlagender Religionen voreingenommen erfolgt. Dabei gibt es in den heiligen Schriften der verschiedenen Religionen gemeinsame Werte, Gebote und die Aufforderung um Frieden. So heißt es im Koran: »Wenn die Ungläubigen euch nicht behelligen und euch nicht bekämpfen und wenn sie euch Frieden anbieten, dann erlaubt Gott euch nicht, gegen sie zu kämpfen.« Im Alten Testamen, Psalm 34, wird gefordert: »Lass ab vom Bösen und tu Gutes, suche Frieden und folge ihm nach.« und bei Mattäus: »Selig sind dieFriedfertigen, sie werden Gottes Kinder.« Trotz dieser Gemeinsamkeiten gibt es jedoch abfällige Beurteilungen anderer Religionen, gegenwärtig des Islam. Darum sollten Synagogen, Kirchen, Moscheen, Schulen, Universitäten verstärkt Respekt und Toleranz gegenüber allen Regionen verlangen, meine ich. Es sollte sich die Erkenntnis durchsetzen, dass es trotz anderer Religion letztendlich eine ähnliche Gläubigkeit ungeachtet anderer Traditionen und Gebräuche gibt. Den sich gern selbst gewünschten Respekt muss man auch anderen zugestehen. Gewalt darf nicht als inhärentes Element einer Religion missdeutet werden, denn sie gab es in der gesamten Menschheitsgeschichte, auch im Christentum wird niemand Scheiterhaufen-Verbrennungne oder Inquisations-Folterung für typische Kennzeichen halten. Jedem anderen Menschen seine Religion oder auch Unglauben lassen - das bleibt meine Auffassung als getaufter und konfirmierter Christ und sowei mein Beitrag zu der Thematik in der Advents- und Weihnachtszeit.

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.