Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Gewalt gegen Kinder

23.02.2012, Peter Fuchs, A-4064 Oftering, Haferstraße 2

Über härtere Strafen für Kindesmisshandlung und Verjährungsfristen nachzudenken, macht schon Sinn. Gut so, auch wenn diese Maßnahme für viele doch um Jahrzehnte zu spät kommt. Denn seelische Narben verheilen sowieso nie wirklich. Für Kinder und Jugendliche bedeuten solche Erlebnisse einen endlosen Gang durch das irdische Fegefeuer. Selten gelingt ernsthaft ein Entrinnen. Selbst bei Erwachsenen lassen sich Spätfolgen nicht wegleugnen. Nicht selten wird die am eigenen Körper erlebte Gewalt nachgeahmt, mit seelischen Problemen gekämpft, in Betäubungsmittel geflüchtet, leider auch freiwillig aus dem Leben geschieden. Es macht ohnedies wenig Sinn, unseren Nachwuchs mit Gewalttaten auf den richtigen Weg zu bringen oder gar aufgestauten Frust an Wehrlosen abreagieren zu wollen. Mit Gewalt, Zigarettenglut, sexuellen Übeltaten wird kaum der richtige Weg für die Zukunft auffindbar sein. Wichtiger ist aber, ihrer frühesten Kindheit notwendige Rahmenbedingungen für vorhandene Talente, Begabungen, egal, ob kreativer oder sportlicher Art, zu schaffen. Vielleicht haben dann doch auch bereits erlittene seelische Wunden die Chance auf „Schmerzlinderung“.

Peter Fuchs, Oftering

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