Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Getreideumschlag Fährhafen Mukran

06.02.2015, Dr. Hans-Georg Voigt, Binz
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Getreideumschlag"
im Vorpommern Blitz vom 06.02.2015

Zum Beitrag »Getreideumschlag«, Rügen-Blitz vom 1. Februar

Unabhängig davon, dass ein lohnenswerter Kapazitätsausbau für den Getreideumschlag des Fährhafens Mukran nach den bisherigen Erfahrungen sehr zweifelhaft erscheint (vom hohen seetechnischen, verkehrskomplizierten und finanziellen Umbau-Aufwand ganz abgesehen), drohen hierdurch vor allem der zu schützenden Umwelt und Natur sowie dem Tourismus Rügens erhebliche Schäden.

Insbesondere ist die herrliche Küste der Prorer Wiek mit dem Binzer Badestrand erneut stark gefährdet. Nachdem in den Vorjahren die Hafenbauwerke in Sassnitz und Mukran einen signifikanten Einfluss auf die Sedimentdynamik und demzufolge Umlagerungsprozesse in der Binzer Bucht ausgelöst hatten (wie das zuständige Ministerium schriftlich bestätigte) kann man sich gut vorstellen, was die

nun bereits begonnenen Erweiterungsmaßnahmen in Mukran vor dem Hülsenkrug in Richtung Prora und die geplante Vertiefung des Hafens auf über zwölf Meter für Folgewirkungen in sich bergen. Oder können die politisch Verantwortlichen des Landes ehrlichen Herzens dafür grade stehen, dass sich hier in keiner Weise Negatives in naher oder ferner Zukunft einstellen wird? Und wie immer wurde und wird die Bevölkerung nicht gefragt, nicht ausreichend informiert und schon gar nicht einbezogen. Man handelt auch hier nicht im Sinne des Gemeinwesens, sondern des Profitstrebens. Wie lange wollen sich das die Menschen, besonders auf Deutschlands schönster Insel, eigentlich noch gefallen lassen?! Dr. Hans-Georg Voigt, Binz

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