Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Gesundheitswesen

16.03.2015, Dr. H. Bomke, Schwerin

Die Sozialministerin von MV sprach sich kürzlich gegen eine landesweite Impfpflicht aus. Gleichzeitig war zu erfahren, dass es in diesem Jahr bereits zehn Masern-Fälle in MV gab. Eine Grüne-Abgeordnete berief sich bei ihrer Ablehnung der Impfpflicht auf »Freiheitsrechte«. Die Ansteckungsgefahr bei dieser akuten, besonders Kinder befallenden Infektionskrankheit sollte man ernster nehmen, meine ich. Schutzimpfung hat seine Berechtigung. Die in der DDR geltenden, zur Pflicht erhobenen Schutzimpfungen, z.B. ab 1960 gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) und ab 1970 gegen Masern, halte ich als Nichtmediziner heute noch für richtig. Einsicht und Aufklärung – schön und gut, aber sollte persönliche Freiheit sich doch besser den Lebensinteressen der Allgemeinheit unterordnen. Und solange es diese Infektionskrankheit gibt, sollte man in MV handeln und sich nicht mit dem Fehlen einer bundesweiten Regelung begnügen. Auch die Frage nach welchen Sanktionen gegen Impfverweigerung erscheint abwegig. Geldstrafen könnten verhängt werden. Entscheidend sollte sein, dass die Impfungen vielen Kindern das Leben rettet!

Dr. H. Bomke, Schwerin

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