Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Geheimprojekt "Darwineum" Rostock

18.12.2010, Knuth-Michael Henkel, Rostock

Das "Darwineum" als Geheimprojekt ist, anders als Zooleiter Nagel behauptet, mit seinen finanziellen und räumlichen Konsequenzen in den letzten sieben Jahren absichtlich nicht der Rostocker Öffentlichkeit zur Kenntnis gegeben worden. Anders als von Herrn Nagel behauptet und älteren Rostockern sicher noch gut bekannt, war die jetzt beplante Freifläche in den 60er bis 80er Jahren als Hundeplatz eine beliebte öffentliche Wiese wie der Kastanienplatz, ehe sie in den 90er Jahren durch den Zoo systematisch mit Bauschutt vollgekippt und umzäunt wurde. Dann wurde zehn Jahre heimlich geplant, dabei der Öffentlichkeit suggeriert, das alte Affenhaus wird modernisiert, um uns dann in 2010 erstmalig das Monsterprojekt mit Einzäunung des halben Waldes als ein von der EU-finanziertes Projekt zu verkaufen. Hier wird gelogen und getrickst.

In einer Rostocker Tageszeitung von heute wurde erstmalig die riesige umzäunte Fläche wie nebenbei gezeigt. Hier geht es auch nicht nur um Einschränkungen der Freizeitmöglichkeiten der vielen Rostocker Spaziergänger und Läufer, es geht vor allem um der Umfang der Demagogie, die der gut bezahlte Zoodirektor mit Rostocker Politikern und anderen Netzwerken ausübt. Die Besucherzahlen werden sinken, nicht trotz, sondern wegen dem Flächen- und Investitionsgigantismus. Es gibt günstige Alternativen, die mehr Zuschauer bringen würden, z.B. Streichelzoo/Schaubauernhof, mit denen es in anderen Zoos der Bundesrepublik mit Jung und Alt sehr gute Erfahrungen gibt. Aber das ist natürlich nichts für Profilierungsneurotiker á la Nagel!

 

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