Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Gegen den Neubau der B96n auf Rügen

23.05.2011, Simone Göttsch

Nach der heutigen Veröffentlichung des Neubaus der B96n von Altefähr nach Bergen möchte ich mich als regelmäßige Rügentouristin gegen diesen nicht nachvollziehbaren Beschluss aussprechen.

Da meine Eltern auf Rügen wohnen, erlebe ich sehr oft als Besucherin mit, worin die Ursachen für die Verkehrsstaus bestehen.

Dieser Neubau wird das bestehende Stauproblem in der Hochsaison an den An- und Abreise­tagen oder am Wochende nicht lösen – wie Gutachten belegen, sondern nur die wunderschöne Ursprünglichkeit der Insel verschandeln.

Mit dem Bau der B96n sollen auf den 20 km Strecke von Altefähr bis Bergen 17!!! (also fast auf jedem km) Bauwerke (Bahnüberfühungen, Ortszubringer) entstehen. In Kubbelkow vor Bergen wird der Wald und in der Zufahrt nach Bergen die Alleen abgeholzt, damit ein mehrere Meter hoher Betonkreisel entstehen kann, über den dann der Verkehr geleitet werden soll.

Die Alternative der Rüganer wäre daher der AUSBAU der B96 zu einer flotten dreispurigen Straße mit Bahnüberquerungen an den Engpässen in Samtens und zur Entlastung für den Ort Rambin. Das Projekt würde viel weniger kosten, wäre nachhaltiger und von dem »eingesparten« Geld, könnte der öffentlich Nahverkehr auf Rügen 300 Jahre kostfrei angeboten werden...

Es wäre schön, wenn gesunder Menschenverstand und ein nochmaliges Überprüfen der Planung die Oberhand gewinnen würde - für die Menschen auf Rügen, für deren Bsucher, für die Erhaltung unserer Natur. Was ist da schon eine Stunde, die man später am Urlaubsort oder Zuhause ankommt... NICHTS! Simone Göttsch

 

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