Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Fußgänger und Radfahrer

13.06.2016, Torsten Strübing, Rostock
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Leserbrief »Rad- und andere Wege«"
im Rostocker Blitz vom 12.06.2016

Ich möchte mich zu dem Thema »Rad- und andere Wege« von Herrn oder Frau B. Schneider mal äußern.

Was in diesem Artikel steht trifft voll und ganz zu. Ich erlebe es schon seit längerer Zeit auf der Petribrücke und auch in der Langen Straße. Ich als Fußgänger bin eben massiv störend für jeden Radfahrer bzw. Rennradfahrer. Ich für mich stellte fest, dass die Fußgänger nicht mehr ins Bild passen, weil ja der noch schnellere Radverkehr gefördert werden soll – so möchte es Herr Matthäus. Die Fähre nach Gehlsdorf soll mit Biegen und Brechen durch eine Fahrradbrücke ersetzt werden. Um Gottes willen, wenn diese für Autos mitgeplant würde. Aber für Fußgänger ist diese mitgeplant. Aber Herr Matthäus möchte noch mehr Radverkehr in Rostock. Da ist doch schon wieder der Fußgänger dem Radfahrer im Wege. Es mag ja sein, dass Radfahren gesünder und umweltfreundlicher ist, aber es darf kein Machtkampf um jeden Meter zwischen Fußgänger und Radfahrer geben. Ich gehe jetzt schon verbotenerweise auf den Straßenbahngleisen und auf dem Stützbetonsockel, der das Gleisbett sichern soll, aber schon vor sich hin bröckelt. Ja, der alte unter Denkmalschutz stehende Teil der Petribrücke wird saniert und deswegen müssen Fußgänger sowie Radfahrer auf die andere Seite der Petribrücke ausweichen und daher diese Konflikte. Es ist auf dieser Seite einfach der Platz nicht vorhanden. Also Fußgänger sind out und Radfahrer in. Denn die Radfahrer sind die schnelleren und die Fußgänger nun mal zu lahm – so aus Sicht des Radfahrers. Mein Vorschlag: Herr Matthäus, bringen Sie doch jeden das Radfahren nochmal bei, der es nicht mehr kann oder nie gelernt hat.

Die Geschäfte und Einkaufszentren sollen auch bald für radfahrende Kunden besser erreichbar sein, wenn keine Stufen und Rolltreppen es verhindern.

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