Mecklenburger Blitz Verlag

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Für wen ist eigentlich die Charta der Vereinten Nationen da ?

07.03.2019, Willi Behnick, Neubrandenburg

Am 26.06.1945 unterzeichneten 50 Staaten die Charta der Vereinten Nationen.

Sie ist bis heute unumstritten gültig. Der Sinn dieser Charta bestand in der Erhaltung des Weltfriedens. Sie legt im Artikel 2 fest, dass Konflikte zwischen Staaten auf friedlichem Wege zu lösen sind und dass eine politische Unabhängigkeit zu respektieren ist. Unter Artikel 2 (7) ist die Einmischung in andere Länder strikt verboten. Aus der Charta geht weiterhin hervor, eine Einmischung darf nur auf politischer Ebene oder im äußersten Fall ein militärischer Einsatz erfolgen, wenn der Weltfrieden in Gefahr ist.

Ist er gegenwärtig durch Venezuela in Gefahr?

Die USA bringen einen Resolutionsentwurf in den Sicherheitsrat ein, in dem sie fordern, dass in Venezuela sofort eine Präsidentenwahl durchzuführen ist und die bereitsctehenden Lebensmittel ebenfalls sofort in Venezuela eingeführt werden sollen. Diese sind dann wohl durch die Opposition zu verteilen. Neun von fünfzehn Mitgliedern des Sicherheitsrates stimmten zu. Darunter auch Deutschland, Frankreich und Großbrittanien.

China und Russland bringen gemeinsam ebenfalls einen Resolutionsentwurf in den Sicherheutsrat ein. Dieser legt fest, dass zur Lösung des Problems in Venezuela auf keinen Fall eine militärische Intervention erfolgen darf und das humanitäre Hilfsmittel an die gewählte Regierung zu übergeben sind. Diese Resolution wird mit großer Mehrheit abgelehnt. Darunter wiederum die genannten Staaten.

Nun kann jeder einschätzen, wer sich an die Charta der UN hält.

Deutschland mischt sich nun auch noch direkt in Venezuela ein. Um eine Verhaftung des sich selbst ernannten Präsidenten zu verhindern, empfängt der Botschafter der BRD diesen bei seiner Einreise auf dem Flugplatz.

Ich möchte dara erinnern, es gibt in Venezuela einen gewählten Präsidenten.

Wie üblich erkennt der "Westen" diese Wahl nicht an. Wenn Teile der Opposition diese Wahl boykottiert hat, ist es doch ihre Sache und hat mit der Richtigkeit der Wahl doch nichts zu tun.

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