Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Für immer weg

20.01.2012, H. Bomke, Schwerin
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel ""
im Schweriner Blitz vom 15.01.2012

»Drohende Bestand-Reduzierung im Staatlichen Museum«:

Dem Staatlichen Museum in Schwerin droht nach 2014 eine Bestandsreduzierung, und nicht nur dort. 260 von den Herzögen von Mecklenburg über Jahrhunderte gesammelte Kunstgegenstände fordert die Herzogin zu Mecklenburg zurück, falls es zu keinem Kauf seitens der Landesregierung von MV kommen sollte. Bereits 2002 war klar, dass ein Teil des Kaufpreises mit landeseigenen Wald beglichen werden sollte. Nachdem es Gegenstimmen gab und der SPD-Landtagsfraktionschef besagte Kunstwerke verächtlich als »Ölschinken« bezeichnete, wurde der geplante Tausch Landeskunst gegen Wald in Schwerin gestoppt. Und wie nun weiter? Weder die Herzogin als rechtmäßige Eigentümerin der Kunstgegenstände noch der Museumsdirektor in Schwerin wissen etwas von einem Fortgang der Verhandlungen. Worauf aber wartet die Landesregierung, weshalb soll Wald als Tauschobjekt nicht mehr in Betracht kommen? Es ginge doch weder dem landschaftsbild noch dem Naturhaushalt verloren unabhängig von der Eigentumsform. Sind die Kunstgegenstände erst einmal bei der Herzogin, könnte ihr niemand vorschreiben, wie sie damit verfährt. Für MV aber wären sie für immer verloren.

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