Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Frauenbewegung in M/V

05.06.2019, Wolfgang Mengel, Stralsund

Mit freundlicher Unterstützung der F-Ebert-Stiftung, Landesbüro M/V, hielt der Historiker Ch. Wunnicke den letzten Vortrag im Frühjahrssemester der Seniorenakademie 55 Plus Stralsund zum Thema „Frauenbewegung in M/V“. Er schickte voraus, dass dieser Bereich noch so gut wie unerforscht ist und für Historiker oder sehr Interessierte ein dankbares Arbeitsfeld bietet. So gab der Referent die Namen einiger Frauen preis, die hier Aufmerksamkeit verdienen. Amalia Holst (1758-1829) war Pädagogin, Frauenrechtlerin und Verfechterin der Frauenbildung. Auguste Sprengel (1847-1934, Erzieherin) begründete die deutsche Frauenschulbewegung. Louise Otto-Peters (1819-1895) initiierte in Leipzig den Frauenbildungsverein, den sie später als „Wiege“ der deutschen Frauenbewegung bezeichnete. Clara Zetkin (1857-1933) hat als Politikerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin deutschlandweite Bedeutung. Franziska Tiburtius (1843-1927) kämpfte für das Frauenstudium. Else Höfs (1876-1945) war 1919 Abgeordnete der Weimarer Nationalversammlung. Erna Weiland (1931-2019) und auch Frieda Haller (1888-1972) gehörten zum Landtag des Freistaates Mecklenburg-Schwerin. Margarete Ketelhohn (1884-1969) und auch Margarethe Lachmund sind zu nennen, letztere war Widerstandskämpferin und Friedensaktivistin. Wenn dieser historische Acker gründlich gepflügt wird, werden wir sicher noch viel Interessantes über die Frauenbewegung bei uns erfahren können. Ch. Wunnicke sei an dieser Stelle herzlich gedankt für seinen herzerfrischenden informativen Vortrag.

W. Mengel, Seniorenakademie 55 Plus

 

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