Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Feuerstättenbescheid

07.02.2012, H. Wendt

In Anpassung an EU-Recht kann ab 2013 jeder Hauseigentümer EU-weit den Schornsteinfeger seiner Wahl mit der Durchführung der an Feuerstätten gesetzlich vorgeschriebenen Arbeiten beauftragen. Das hört sich großzügig an. Hat aber einen Pferdefuss, einen – wie wohl anders – finanziellen. Der jeweilige Bezirksschornsteinfegermeister als dann gewissermassen Aufsichtsbehörde hat die Einhaltung der gesetzlich zu be­stimmten Terminen vorgeschriebenen Arbeiten an den Feuerstätten, sofern nicht er, sondern ein »bezirksfremder« Kollege mit den Arbeiten beauftragt wurde, zu überwachen. Und das erfordert den entsprechenden bürokratischen Aufwand, der Feuerstättenbescheid heißt und zukünftig zu jedem gesetzlich fälligen Durchführungstermin dem Hauseigentümer natürlich gegen Rech- nung zugeschickt werden wird. Bislang wusste dieser in welchen zeitlichen Abständen der Schornsteinfeger seiner Arbeit nachzugehen hatte. Nun wäre das zwar in Übereinstimmung mit dem Gesetz immer noch der Fall, bedarf ab sofort jedoch eines Feuerstättenbescheides. Wie schön. Abgesehen davon, dass der Schornsteinfegerzunft damit eine nicht unwesentliche neue Einnahmequelle erschlossen wurde, kostet so ein Be­scheid ca 10 Euro und liegt, wenn man z.B. die Abzocke an der Tankstelle oder andere so genannte Preisanpassungen für Energieverbrauch betrachtet, voll im Trend.

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