Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Falscher Naturschutz gefährdet Leben

13.07.2012, Gino Leonhard, MdL a.D.

Was muss erst passieren, damit die WWF und BUND und alle Kritiker endlich aufwachen? Müssen wirklich Menschen ums Leben kommen, damit die Entscheidung gegen den Nothafen Darßer Ort revidiert wird?

Zwölf junge polnische und russische Segler kamen am 5. Juli mit dem Schrecken davon. Auf dem Weg von Stralsund nach Haithabu in Schleswig-Holstein strandeten sie mit der »Orzel Jumne«, einem Nachbau eines Wikingerschiffes, vor dem Ostseebad Prerow. Die starke Brandung schlug sofort ins Schiff und die Crew musste unverzüglich mit dem Lenzen beginnen.

Der starke Nebel erschwerte ohnehin die Suche nach dem havarierten Schiff und durch die erneute Versandung des Nothafen Darßer Ortes ist die DGzRS Station dort verwaist. Der Seenotrettungskreuzer »Theo Fischer« musste fast eine Stunde Anfahrt zum Havaristen in Kauf nehmen, weil er aus dem Alternativhafen Barhöft anlaufen musste. In dieser Stunde hätte das Schlimmste passieren können.

Nur dem besonnenen und professionellen Einsatz der Kameradinnen und Kameraden der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist es zu verdanken, dass niemand ums Leben gekommen ist.

Ich bin stolz darauf, dieser Gesellschaft, die nicht auf staatliche Unterstützung fußt, als Fördermitglied anzugehören.

Ich fordere die Landesregierung und den Landtag auf, die längst überfällige Entscheidung zu Gunsten des Standortes Nothafen Darßer Ort zu treffen.

Stellen Sie endlich der DGzRS die optimalen Bedingungen zur Verfügung, damit sie in der Ostsee die Rettung und die Sicherheit von Menschenleben mit maximalem Standard gewährleisten können. Dazu gehört nun einmal der Nothafen Darßer Ort als fester Bestandteil der Rettungskette und Liegeplatz eines Seenotrettungskreuzers der DGzRS. Oder wollen sich die Mitglieder der Landesregierung sowie die Mitglieder des Landtages mitschuldig an ersten Opfern vor der Halbinsel Darß / Fischland machen?

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