Mecklenburger Blitz Verlag

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"Fake oder War doch nur Spaß"

13.07.2012, Sarah Vergils

Am 5. und 6. Juni besuchten die Schülerinnen und Schüler des SFZ »Klaus Störtebeker«, der Förderschule Sassnitz, der Regionalen Schulen Garz, Altenkirchen, Gingst, »Am Rugard« Bergen, der Berufsschule Sassnitz und des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums die Grundschule Altstadt in Bergen. 250 Teilnehmer kamen voller Spannung in die Aula um das Theaterstück »Fake oder War doch nur Spaß« mitzuverfolgen.

Die Schauspieler Anika Lehmann und Alexander Abramyan vom Ensemble Radiks aus Berlin schlüpften in die Rollen der 17 jährigen Lea und ihren Freunden.

Lea träumte davon, Sängerin zu werden. Als sie schließlich in eine Casting-Agentur aufgenommen wurde, weckte das den Neid einiger MitschülerInnen, Erste Sticheleien und Ausgrenzungen begannen, und schließlich weiteten sich Mobbing-Attacken auch auf diverse Netzwerk-Portale, unter anderem Facebook und Schüler-VZ, aus. Lea wehrte sich zunächst gegen die Kommentare und Lügen, sie schrieb auch einen Rap-Song gegen die Mobber, den sie online stellte, allerdings mit sehr negativem Erfolg.Einige Lehrer beschäftigten sich nun auch mit den Mobbing-Attacken gegen Lea, doch mittlerweile waren die Auseinandersetzungen nicht mehr nur innerschulisch zu klären, vor allem, nachdem ein Video online gestellt wurde, das Lea betrunken in einer Toilette zeigt. Lea zog sich zurück, ging nicht mehr in die Schule. Ihr alleinerziehender Vater war mit der Situation überfordert.

Anschließend an die Vorstellung starteten die Schauspieler ein Nachgespräch, in dem intensiv über die Themen Mobbing und Cybermobbing gesprochen und diskutiert wurde. Die Schülerinnen und Schüler waren sehr konzentriert und aufmerksam, was zeigt, dass dieses Thema doch gar nicht so unberührt ist, wie manch einer behauptet.

Wir hoffen alle Teilnehmer hatten Spaß und konnten einige wichtige Dinge für sich mitnehmen. Ein großer Dank geht an die Schauspieler des Ensemble Radiks.

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