Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Europäische Gegenmaßnahmen im Handelsstreit relativ wirkungslos

01.06.2018, Martina Plischka, Plau am See

Im Streit der USA gegen Europa sind die europäischen Gegensanktionen relativ wirkungslos und geradezu lächerlich. Wer kauft überhaupt Bourbon-Whiskey, Harley-Davidson oder Jeans der Marke Levis? Diejenigen, die sich exklusiven Whiskey und ein Nobelmarken-Motorrad hierzulande leisten können, werden diesen Strafzoll aus ihrer Portokasse bezahlen. Erdnussbutter wird in Europa auch nicht allzu häufig auf dem Frühstückstisch landen und für die bekannte amerikanische Jeansmarke gibt es genügend Alternativen. Also dürften diese Gegenmaßnahmen relativ verpuffen.

Warum wagt sich Europa nicht an die Musik- und Filmindustrie, Großkonzerne wie Google und Amazone, sowie Facebook und Co.? Die machen den größten Reibach ohne überhaupt hier nennenswerte Steuern zu zahlen. Solange Europa hier nicht kräftiger Zähne zeigt, wird Trump nur müde lächeln. Allerdings zeigt dieses Beispiel, dass Trump nicht gerade unrecht hat. Vor allem profierte haupsächlich Deutschland von den vielen Exporten in die USA. Ich kann mich nicht erinnern, in der letzten Zeit einmal ein amerikanisches Produkt in Händen gehalten zu haben. Ein schwächelnder Euro gegen einen starken Dollar verteuert die US-Ware für Europäer. Deutschland schraubte in den letzten Jahrzehnten das Lohnniveau systematisch nach unten, dadurch strebte diese Gesellschaft immer mehr auseinander. Es gibt immer mehr Millionäre und Milliardäre, der Mittelstand schwand, die Mehrheit der Deutschen rutschte unter die Armutsgrenze und das alles haben wir den Regierungen unter Schröder und Merkel zu verdanken. Ich kann dieses „Uns geht es doch gut“ aus dem Mund von Prominenten und weniger Prominenten nicht mehr hören.

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.