Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Es bleibt nur noch die Wut!

10.12.2019, Hartwig Niemann, Rostock

Ich bin zutiefst betroffen über die Anzahl der vorgesehen Abholzungen von Bäumen in Rostock und in Warnemünde. Das Wort „Klimaschutz“ ist in den Rostocker und Warnemünder Amtsstuben noch nicht angekommen. Sie, die in diesen Ämtern tätigen Verantwortlichen, haben anscheinend ihre eigenen subjektiven Vorstellungen vom Klimaschutz, den sie durchsetzen wollen, ob es uns als Bürger nun passt oder nicht.

In den Rostocker Wallanlagen – rund um die Heubastion - sollen 50 Bäume aus diesem Bereich noch im Februar 2020 der Axt zum Opfer fallen. Das ist aber noch nicht alles. Es kommt noch schlimmer. An anderer Stelle liest man, dass „nach aktuellem Stand 225 von 432 Bäumen gefällt werden sollen“. Als Begründung wird angeführt, dass es um die Pflege der Wallanlagen als Gartendenkmal geht. Donnerwetter, was für eine kluge Idee.

Vergessen wird dabei, dass jeder Baum im Rahmen einer Photosynthese Kohlendioxyd aus der Atmosphäre absorbiert. Es gibt eine Faustformel: Ein Hektar Wald speichert pro Jahr über alle Altersklassen hinweg ca. 13 Tonnen CO2.

Bäume unterliegen doch einer Baumschutzsatzung. Darüber hinaus gibt es für Mecklenburg-Vorpommern sogar einen gesetzlichen Baumschutz. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass sich unter diesen 225 Bäumen die abgeholzt werden sollen, kein einziger Baum befindet der unter diesen gesetzlichen Baumschutz fällt.

Was sagt eigentlich die Bürgerschaft dazu?

Also dann keineswegs „Gut Holz“. Ich wünsche mir, dass euch beim Abholzen eine Axt nach der anderen wegbricht und die Kettensägen versagen.

 

 

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