Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Erimnnerung an den DDR-Ehrentag der Volkspolizei

02.07.2015, Hans Jürgen Grebin, 18107 Rostock

Es haben sich doch Bürger „erdreistet“ an den Tag der Volkspolizei in der DDR zu erinnern. Neben dem RA Diestel aus Zislow, auch der LINKE-Abgeordnete Ritter aus Schwein. Nur einen habe ich vermisst, „den Gerechten unter den Gerechten“, Gregor Gysi. Ihm hätte es gut zu Gesicht gestanden, aus Respekt gegenüber der Geschichte das zu tun. Doch weit gefehlt und sicher mit voller Absicht, hielt er den Mund, um nicht den Zorn von Widerständlern auf sich zu laden.

Diestel und Ritter rechne ich es hoch an, aus Achtung gegenüber einer wahrhaft nicht einfachen beruflichen Situation, in der sich die Angehörigen der Sicherheitsorgane in der Umbruchphase befanden, so gehandelt zu haben. Sie hatten ihren Diensteid einem untergehenden Staat geleistet und mussten dem Volk der DDR und den neuen Dienstherren aus dem Osten und Westen gleichermaßen dienen. Sie mussten in einer völlig neuen Situation mit den Problemen zum Schutz der Menschen arbeiten und unter völlig veränderten Umständen Herr der Lage sein. Deshalb kann ich den Unmut von bestimmten Leuten, wie den Beauftragten der Unterlagenbehörde Jahn und Drescher verstandesmäßig zur Kenntnis nehmen und auch nicht ungerechtfertigte und einseitige überhobene Beschuldigungen von einigen Landespolitikern der SPD und der Grünen. Die Volkspolizei musste nicht nicht wie ihre Berufskollegen auf der andern Seite ihre Knüppel und Wasserwerfer jahrelang gegen Menschen einsetzen, sondern blieben trotz notwendiger Gesetzeshärte immer Freund und Helfer der DDR-Bürger in ihrer grünen Uniform. Die ABV wurden zum Symbol für die Rolle der Polizei im Osten des geteilten Deutschlands und so will ich den beiden Männern meinen Dank für ihre ehrlichen und mutigen Worte aussprechen. Die Volkspolizisten haben es für ihre Arbeit in den widrigen und unvorherzusehenden Lagen verdient, rückblickend am ehemaligen DDR-Ehrentag im Jahr 2015 mit Respekt gewürdigt worden zu sein.

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