Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Ergänzung zum Jahresrückblick

10.01.2017, Ádám Sonnevend Dr., Rostock

Deutschland, oder anders ausgedrückt, dem Land der Deutschen, scheint im vergangenen Jahr trotz des eindeutigen Inhalts seines Namens sein Volk verloren gegangen zu sein. Die Mehrheit der Politiker und der öffentlich-rechtlichen Medien spricht seit einiger Zeit, fast wie miteinander abgesprochen, nicht mehr über das namensgebende deutsche Volk, das in diesem Land seit je her lebt, arbeitet und stirbt, sondern ausschließlich, ohne eine Konkretisierung, von der „Bevölkerung“ oder den „Einwohnern“ oder ganz simpel von „Menschen“. Zur gleichen Zeit werden diejenigen, die das Wort „Volk“ oder sogar „das deutsche Volk“ in den Mund nehmen, sofort als „völkisch“ bestempelt, was eine negative Bezeichnung ist, die leider oft nicht ohne Konsequenzen im Leben und Beruf bleibt. Man muss befürchten, dass die Vertreter dieser neuen Sprachregelung u.a. bald auch das Entfernen des Schriftzuges „Dem deutschen Volke“ am Reichstagsgebäude, am Sitz des Deutschen Bundestages, oder die Veränderung des Zeitungsnamens „Volksstimme“ in Magdeburg bzw. der „Schweriner Volkszeitung“ oder sogar die Streichung des Namens des bekannten gemeinnützigen Vereins „Volkssolidarität“ verlangen werden. „Volkslieder“ dürften auch nicht mehr gesungen werden. Aber wie sollen wir eigentlich diese schönen alten und vertrauten Lieder nennen? Die Frage ist nur, ob die Deutschen, oder mit ihren neuen Namen „die Bevölkerung“, „die Einwohner“, „die Menschen“ in diesem Land, in Deutschland, die sich trotzdem dem deutschen Volk zugehörig fühlen, also diejenigen, die im Laufe der Wahlen die Politiker wählen und die öffentlich-rechtlichen Medien mit ihrem Rundfunkbeitrag unentwegt finanzieren, mit dem eigenen Untergang einverstanden sind. Dies wird sich aber bald, spätestens bei den nächsten Bundestagswahlen, herausstellen. Der Schreiber dieses Briefes kommt aus einem europäischen Land, das sein Volk nicht verloren oder anders gesagt, nicht verleugnet hat. Und er ist froh darüber!

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