Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Enttäuscht

13.03.2019, Dr. Hans Bomke, Schwerin
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "»Moschee, Theater, Mobbing«"
im Schweriner Blitz vom 13.03.2019

Zu »Moschee, Theater, Mobbing«, vom 10. März, Seite 5.

Solange Deutschland Flüchtlinge aufnimmt, ist unser Land zur Grundsicherung deren Lebens aufgerufen, wozu auch die Religionsausübung zählt. Diese beschränkt sich keinesfalls nur auf das Hausgebet. Heftig wird derzeit der Umzug des Gebetsraumes für Muslime in eine mögliche neue Moscheee im Schweriner Stadtteil Mueßer Holz diskutiert. Enttäuschend bewerte ich das bisherige Verhalten der Schweriner CDU, die die Ansiedlung einer Moschee wegen weiterer Segregation ablehnt. Wo, wenn nicht in guter Nachbarschaft zu den Menschen soll denn ein Gebetshaus entstehen? Meines Wissens haben Moscheen keinen einheitlichen Baucharakter und niemand fordert den Bau einer Moschee nach Art der Hagia Sophia in Instanbul, die übrigens durch Umänderung eines anderen Bauwerks (einer christlichen Kirche) entstand. Es geht hier um die Errichtung einer Begegnungsstätte und eines Gebetsraumes in einer ehemaligen Kaufhalle. Das Grundrecht auf Religionsausübung gilt für alle und deshalb sollte dem Vorhaben zugestimmt werden, meine ich. Christen haben die Kirche und Juden die Synagoge als öffentlichen Versammlungsort für das Gebet. Diese Möglichkeit ist für Muslime durch eine Moschee zu schaffen.

Dr. Hans Bomke, Schwerin

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