Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Elektrosmog - Funkemissionen und Gesundheit

14.05.2019, Egbert Striller, Wustrow

Aus wirtschaftlichen Erwägungen setzen sich gegenwärtig Politiker auf allen Ebenen für den Ausbau des Mobilfunknetzes ein.

In der Diskussion um FUNKLÖCHER und 5G vermisse ich den Gesichtspunkt der Gesundheit von Mensch und Umwelt – handelt es sich doch weitgehend beim Verwirklichen der Digitalisierungspläne um die Freisetzung elektromagnetischer Emissionen. Physikalisch sind diese messbar, ihre jeweiligen atmosphärischen und biologischen Auswirkungen dürfen nicht ausgeblendet werden, gerade ihrer Komplexität halber.

„Ein Dorf versinkt…“, lautet die Schlagzeile in der Presse, das hört sich dramatisch an. Worin bitte versinkt es? Im Funkloch? Das Foto zeigt einen Messwagen. Zu wenig Sendeleistung wird beklagt.

Ein ganz anderes Bild: Seit Jahren ziehen verzweifelte Familien mit Messtechnikern über Land auf der Suche nach von Funkemissionen weniger belasteten Gebieten, geben Haus, Wohnung, Arbeitsplatz auf in der Hoffnung, einen Lebensort zu finden, der wieder ein gesundes und frohes Dasein erlaubt. Denn alle Krankheitssymptome sind nur Symptome einer kränkenden Umwelt!

Hochspannungsleitungen, Radar, Radio- und Fernsehsender und Mobilfunkstationen haben ein Netz atmosphärenverändernder Elektroimpulse über das Land gelegt, das die natürlichen Steuerungssysteme der Lebewesen millionenfach übersteigt und stört. Tausende gesundheitlich teils schwer Betroffener schätzt man von amtsärztlicher Stelle. Charakteristische Gesundheitsschädigungen häufen sich seit Ende des Zweiten Weltkrieges mit zunehmender Elektrifizierung, kulminierend in den letzten drei Jahrzehnten des Mobilfunk-Ausbaus. Längst gibt es Initiativen und Vereine für funkfreie Zonen, epidemiologische Studien und Fachberichte Anmahnungen zur Vorsorge werden von Hunderten von Wissenschaftlern und Ärzten unterzeichnet.

Zur selben Zeit der Funkloch-Beklagung und einer milliardenschweren digitalen Aufrüstung fliehen Menschen in den Keller, investieren Unsummen in Abschirmmaßnahmen. Längst ist die grundrechtlich verbürgte Unverletzlichkeit der Wohnung nicht mehr gewährleistet. Fallen nun einer millionenschweren Aufrüstung die letzten geschützten Winkel der Republik zum Opfer?

Elektrosmogbedingte Schädigungen sind auch bei Insekten, Lurchen, Vögeln und selbst Wasserorganismen nachgewiesen. Funkanlagen rangieren darüber hinaus als höchste Stromverbraucher ganz vorne bei der Verheizung der Erde!

Will man dies alles wirklich?

Leistungsstarkes Internet und Telekommunikation lassen sich – wie Landkreise belegen – durch den Ausbau von Glasfasernetzen bereitstellen.

Zukunftsfähig sind Vorsorge und Elektrosmog-Abbau! Das beginnt mit der Eindämmung ausufernden nächtlichen Kunstlichtes als sichtbare Emission und sollte dringend auf die unsichtbaren, aber organisch wirksamen Frequenzen und Strahlungen erweitert werden zugunsten einer gesunden Lebensumwelt. Dann kann eine Region stolz verkünden: Hier können Sie sich entspannt erholen, leben, arbeiten und unter Sternen schlafen!

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