Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Einzigartig

31.01.2017, Karl Scheffsky, Schwerin
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Lenindenkmal in Schwerin"
im Schweriner Blitz vom 31.01.2017

Ziemlich amüsant fand ich den Leserbrief von Herrn Kühne (29.01, Seite 2). Als Zugezogener stellte er nicht die Einzigartigkeit des Schweriner Lenindenkmales für ganz Deutschland fest, sondern, das so ein großes vor Ort immer noch »zum Ärger aller demokratischen Einwohner und Gäste« steht. Dabei hat er wohl nicht bedacht oder gewusst: Die Leninsche Standhaftigkeit ist dem Kampf vieler Schweriner Bürger und dem bürgerlich demokratischen Beschluss des Stadtparlaments geschuldet. Es macht sich auch gut für den Tourismus. Selbst aus dem fernen Cuba gibt es Gäste für Lenin in Begleitung der Freunde der Solidaritätsorganisation Cuba si. Neulich lernte ich zufällig einen jungen Italiener kennen, der ihn mit einem Blumenstrauß ehrte und einige Fotos für die Presse schoß. Er erzählte mir: In Bologna - dort sei er zu Hause - gibt es auch ein Lenindenkmal.

Doch Herr Kühne forderte weiter mit der unergründlichen Frage »ob einige ›Betonköpfe‹ den Abriss verhindern oder ob der Landeshauptstadt das Geld dafür fehlt« die Dialektik heraus: In Schwerin wird nicht abgerissen, sondern zurückgebaut. Wie soll man aber das Lenindenkmal zurückbauen? Da bleibt Lenin immer Lenin! Karl Scheffsky, Schwerin

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