Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Einige Fakten

11.03.2016, Peter Schäfer, Spiekersdorf

Zum Leserbrief »Gebührenerhöhungen« vom 6. März im BLITZ

Nach meiner festen Überzeugung versteht Michael Schmidt nichts von den finanziellen Zusammenhängen im Staatshaushalt. Deshallb einige Fakten zur Erhellung. Die Gemeinden sind mit 145 Milliarden Euro, die Länder mit 607 Milliarden und der Bund mit 2,1 Billionen verschuldet . Über den Daumen gepeilt müssen dafür plus /minus

60 Milliarden im Jahr an Zinsen abgedrückt werden. Dafür gibt es keine Gegenleisung. Das Geld ist weg. Gleichzeitig hat sich der Staat seit Jahrenzehnten neu verschuldet. Zusammengerechnet deckt sich die Summe der Zinszahlungen mit der Summe der Neuverschuldung. Man hat also mit Neuverschuldung keine Schulen gebaut, sondern Zinsen bezahhlt. Wenn man das Geld sucht, mein kleiner Hinweis: Deutschland hat 1130 000 Millionäre, die mit dem Zugewinn der nächsten 6 Jahre die Schulden auf 0 führen könnten. Und keiner dieser Millionäre hätte weniger, wie er jetzt hat. Das Prinzip Verschuldung ist eigentlich eine geschickte Form der Umverteilung. Ich erkläre das einmal am Beispiel eines Hühnerhalters. Angenommen, jedes Huhn legt jeden Tag ein Ei und der Hühnerhalter hat 100 Hühner. Jetzt muss der Hühnerhalter ein Huhn als Zinsen bezahlen und soll gleichzeitig täglich 100 Eier produzieren.

Nach 50 Jahren muss dann jedes Huhn zwei Eier legen. Peter Schäfer, Spiekersdorf

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