Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Einer trage des anderen Last

19.06.2016, Manfred Gütschow, 18184 Roggentin
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel ""Einer trage des anderen Last" - Das Wort zur Woche"
im Rostocker Blitz vom 19.06.2016

Ja, Frau Pastorin Bochert, der Wunsch, die Bitte, die Aufforderung "Einer trage des anderen Last" ist ein hehres, ein humanes Thema, über das es sich lohnt nachzudenken.

Dieses Thema jedoch aus der Perspektive von Pilgern bei der Lastenverteilung in Rucksäcken zu betrachten, scheint mir doch "Klagen auf höherem" Niveau; oder wenn Sie wollen, ein wenig weg von der Realität zu sein. Unsere Zeit ist so voller aktueller, situationsgesschwängerter Probleme, dass man nur ins volle Menschenleben hineingreifen braucht, um dieses Thema angemessen und realitätsbezogen zu betrachten.

Wenn ich Ihr Zitat aufgreife: "Unseren Rucksack werden wir nicht los. Aber wir können selbst und gegenseitig darauf achten, dass er noch zu tragen oder zu ertragen ist.", denke ich auch an den ungehinderten Zustrom hilfesuchender Menschen, die bei uns Schutz oder Wohlstand suchen und daran, wie weit und wie lange kann eine Gesellschaft diese Last tragen, ohne sich selbst zu zerstören?

Manfred Gütschow

Roggentin

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