Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Eine Säge ins Wappen!

28.02.2012, W. Reuter

Die Insignien der Hansestadt sollten aus gegebenem Anlass neben dem Greif um Säge und Rosenschere erweitert werden. Der Grund: Trotz prekärer Haushaltslage scheint es dem Grünamt gelungen zu seinen, einen größeren Posten dieser eigentlich nützlichen Werkzeuge günstig zu erwerben. Und die mussten offenbar eilends und heftig im Betrieb genommen werden.

Ergebnissen dieses Eiferns kann man – und ganz gewiss nicht nur in Reutershagen – nahezu auf Schritt und Tritt begegnen.

Insbesondere den denkmalgeschützten Park am Schwanenteich hat es bös erwischt. Kahlschlag, wohin man schaut.

Das beginnt am »Oberlauf« der Kolmbäk am Südende der Anlage, wo im Zuge der (meines Erachtens eigentlich gelungenen) Neugestaltung die nicht nur schmückende Buschgruppe radikal beseitigt wurde. Es setzt sich vor allem auf der östlichen Seite fort; wie auch der »Eingang« zum »Schwani«-Areal in Richtung Kunsthalle arg gerupft worden.

Schlechte Zeiten für Vögel und Insekten, in deren Lebensraum so stark eigegriffen worden ist. Und kein schöner Anblick für manche Spaziergänger, die nicht verstehen, warum hier und wie andernorts (Fischerbastion, Platz vor dem Kröpeliner Tor …) so radikal vorgegangen wurde und vielleicht noch wird (Wallanlage).

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