Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Eine gezielte Provokation

12.11.2014, Werner Edig, Schwerin

Was sich kürzlich im Bundestag aus Anlass des 25. Jahrestages des Mauerfalls zugetragen hat, ist äußerst beschämend und als gezielte Provokation zu werten. Ein Herr Biermann, für seine hasserfüllten und obszönen Äußerungen (ehem. DDR) bekannt, wird vom Bundestagspräsidenten (CDU) zum »Singen« eingeladen. Warum gerade er und nicht ein Kinder- oder Kirchenchor? Dass dieser »Klabautermann«, dieses Gremium nutzen wird, um schonungslos seine Hasstiraden (»Die Linke«) der Öffentlichkeit zu präsentieren, war im Voraus zu erwarten. So kam es dann auch. Seine Wutausbrüche und Beleidigungen übelster Art gegenüber den Abgeordneten »Der Linken«, löste frenetische Freude bei den »Schulterklopfern« Merkel und Gabriel und deren Anhang aus. Das passte, ausgelöst vom Interview des Herrn Gauck, in das Konzept der Gegner bezüglich der bevorstehenden Wahl eines »Linken« zum Ministerpräsidenten in Thüringen. Die Medien und Talkshows leisteten ihren Beitrag dazu. Sie sind mitverantwortlich, dass aktuell Abgeordnete »der Linken« in Thüringen angegriffen wurden und Morddrohungen (z.B. alle »Linken« vernichten) erhalten haben. Sie müssen um ihr Leben fürchten! Was für ein Staat von Hass und Gewalt, nur weil ein »Linker« Ministerpräsident werden könnte. Respekt für Herrn Gysi, der in seiner Rede die Wutausbrüche des Herrn Biermann einfach ignorierte.

Werner Edig, 82 Jahre, parteilos, Schwerin

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