Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Eine „Europäische Armee“ ohne Zukunft

14.11.2018, Hartwig Niemann, Rostock

Ich sehe in Verbindung mit der Gründung einer „Europäisches Armee“ ein großes Desaster auf die EU zukommen. Die Bildung so einer „Europäischen Armee“ wird in den aufkommenden Diskussionen ersticken und letztendlich im Aktenkonvolut der EU unter der Bezeichnung „Realisierung wegen zu vieler Meinungsunterschiede nicht möglich“ vor sich hindämmern.

Es sei denn die nachfolgende militärische Ordnung wäre Gegenstand einer näheren Betrachtung.

Eine „Europäische Armee“ hätte nur Sinn, wenn ein einheitliches Oberkommando gebildet wird, das in Brüssel seinen Sitz hat. Im Stab dieses zentralen Bereiches müssten Offiziere aus den Mitgliedsländern der EU sitzen, die den Kontakt zu den Nationalen Ameen aufrecht erhalten. Von der NATO müsste man sich frei machen. Das würde zu Ersparnissen führen, die für die eigene „Europäische Armee“ von Vorteil wäre.

Verbindungsoffiziere könnten den Kontakt zu befreundeten Ländern, wie England und den USA (u.a.) aufrechterhalten.

Alle nationalen Armeen in den einzelnen europäischen Ländern die in der EU sind, werden dem Oberkommando in Brüssel unterstellt.

Einheitliche Stabspapiere regeln die Zusammenarbeit auf Befehlsebene. Der Schutz der Außengrenzen wäre somit gewährleistet.

Länder die nicht zur EU gehören werden nicht mit in die Kommandogewalt einbezogen. Die Waffenlobby würde sich freuen und Mister Trump würde wie Hitler vor Wut in den Teppich beißen.

Ich bezweifle, dass sich diese Idee von einer "Europäischen Armee" (ich nenne sie ein fixe politische Idee ohne Garantie) verwirklichen lässt.

Die gegenwärtige Zerrissenheit innerhalb der EU im politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Bereich, wird es unmöglich machen so eine Armee zu bilden. Das Ganze wird ausgehen wie das „Hornberger Schießen“, weil es zu viele Klugscheißer gibt.

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