Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Eine elende Diskussion

08.03.2019, Anonym, Parchim (Name dem Verlag bekannt)
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Frauentage und Gleichberechtigung 04.03.2019, Manfred Statzkowski, Rostock"
im Schweriner Blitz vom 04.03.2019

... Leider kann ich Ihnen die Frage, wieviel Frauen an welchen Schaltzentralen der Macht in der DDR saßen, nicht beantworten, da ich nicht weiß, wie viel die Frauen gewogen haben. Wie VIELE es waren, dürfte sich doch in den Stasiakten nachlesen lassen. Aber lassen wir das. Deutsch ist nicht jedermanns Sache, nicht mal bei Muttersprachlern. Ich für meinen Teil habe in der DDR mehr weibliche Chefs gehabt. Es war nicht die oberste Führungsriege, aber darum geht es auch nicht bei der Frage der Gleichberechtigung. Aber auch das begreifen die wenigsten Menschen, die Journaille des Mainstreams ... Jede Frau, der der Job einer Quotenfrau angetragen wird, sollte schnellstens Reißaus nehmen. Fest steht, dass Frauen nach der Wende in die Steinzeit zurück“gebombt“ wurden, was allein schon die elende Diskussion über Abtreibung zeigt. Das Recht auf Entscheidung, ein Kind haben zu wollen oder eben nicht, sollte ein für alle Mal die Entscheidung der Frau allein sein. Es geht doch einzig und allein darum, dass jeder Mensch eine gute Arbeit macht, egal welchen Geschlechts er ist. Und wie es um Deutschland seit „Muttis“ Regierungsübernahme steht, muss ich Ihnen nicht auch noch erklären. Obwohl ich mir sicher bin, dass auch ein Mann Deutschland an die Wand fahren wird. Also, quatscht nicht so viel über Gleichberechtigung, erfüllt sie endlich mit Leben. So, und ich werde jetzt mal sehen, ob ich in einem Laden noch Blumen bekomme. Es ist ja schließlich Frauentag.

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