Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Ein Theater mit Zukunft?

27.02.2015, Horst Wendt, Kröpelin

Endlich ist es geschafft. Mit hanseatischer Weitsicht hat die Rostocker Bürgerschaft die Zukunft des Volkstheaters wahrscheinlich auf lange Sicht gesichert, den Platz eines zweit- oder gar drittklassigen Theaters einzunehmen oder gar in absehbarer Zeit Anhängsel des Schweriner Staatstheaters zu werden. Herr Latschinian, mit dem vertraglich die Übernahme eines vollwertigen 4-Spartentheaters vereinbart worden war, wird Rostock vermutlich verständlicherweise den Rücken kehren. Fragt sich wer noch? Und fragt sich auch, was aus der Norddeutschen Philharmonie wird, dem Flaggschiff der Kultur in der Hansestadt.

Der Rostocker OB scheint zunächst der Sieger zu sein, allerdings ein Pyrrhussieger, was Rostocker Interessen in Wirklichkeit betrifft. Ob denn sein Bruder im Geiste, der forsche Herr Brodkorb, ihm letztendlich maßgeblich dabei helfen kann, nach Kopenhagener oder Göteborger Vorbild einen vieleicht 40 bis 50 Millionen teuren Theaterneubau an die Warnow zu setzen, scheint nicht unbedingt den allerhöchsten Grad an Sicherheit zu haben. Immerhin ist der eventuelle Schöpfer des Staatstheaters Nordost, wie das zukünftige Gebilde aus den Theatern Stralsund Greifswald, Neubrandenburg und Neustrelitz geheißen werden soll, Herr Brodkorb, seinem Ziel, die Theater des Landes in zwei großen gewissermaßen Theaterkombinaten zusammen zu ferchen, um einen Schritt näher gekommen.

Es lebe die weitere Entwicklung des kulturellen Lebens in unserem Tourismusland MV.

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