Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Ein schönes Leben?

14.08.2013, Gerhard Bartelt

Getreu dem Motto »Alles für die Menschen, alles für unsere Kinder« unternehmen die gut bezahlten Abgeordneten und Beamten vieles um unseren Landkreis noch weiter in ein schwarzes Loch zu stoßen und somit eine weitere Abwanderung zu fördern.

Am Beispiel der Anstrengungen um die Bademöglichkeiten für Urlauber und Ferienkinder fällt ein besonderer Glanz auf die Exkreisstadt. Die im Wahlkampf versprochene Badeanstalt an der Peene, das verhökerte Freibad am Kiessee Wusseken, ein verschmuddelter Pelsiner See und nun noch das geschlossene Freibad am Pinnower See sind leuchtende Beispiele für blühende Landschaften im Osten.

Muss in Pinnow am Zaun erst ein Kind tödlich verunglücken oder müssen von Jugendlichen, die von der Gesellschaft längst als Ossis und genau wie die Ost-Rentner als Menschen 3. Klasse klassifiziert sind, weitere Pflastersteine in die Peene geschleudert werden.

Geld für den Abriss, mit Steuergeldern gut sanierter Wohnblöcke, Planung weiterer Lilienthaldenkmäler und Partybeamte gaukeln uns Reichtum und Fortschritt vor, Wie wäre es denn, wenn die sogenannte Zivilgesellschaft, im Bündnis mit allen

Gutmenschen, ein Stadt und angrenzende Ämter vernetzendes Badeprojekt im Sinne des sozialen Wirkens der Gebrüder Lilientahl realisieren würde. Verzicht auf Plakatwerbung im Wahlkampf, weniger kostenintensive Dienstreisen, Einsatz von Umsicht und Verstand in allen Bereichen des öffetlichen Dienstes, könnten der Grundstein für ein Freibad »Gebrüder Lilienthal« sein. Für Pinnow empfehle ich die Öffnung des Tores und ein Schild »Baden auf eigene Gefahr« in Pelsin wäre ein einfaches Park- und Verkehrsverbot für die Liegewiese sinnvoll.

Gerade in Zeiten, wo viele Millionen sinnlos für die Sicherung unseres unseres »Wohlstandes« in Afghanistan verschleudert werden, und uns das Wasser bis zum Hals steht, sollte nicht nur in prickelndem Sekt gebadet werden. Möglichkeiten zum Schwimmen würden auch unseren Politikern nach den Wahlen nützen.

Gerhard Bartelt

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