Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Dürftige Informationen

27.12.2017, Martina Plischka, Plau am See

Leider ist die Berichterstattung bezüglich der für Insekten schädlichen Umweltgifte hierzulande einseitig. Denn nicht nur Glyphosat gilt als absolut tödlich für alle kleinen und großen Lebewesen, sondern auch die jede Saison aus der Luft versprühten Insektiziede zur Bekämpfung des Borkenkäfers. Da werden ganze Waldgebiete mal eben abgesperrt mit dem Gefahrenhinweis, dass ein Betreten des Waldes derzeit nicht möglich sei. Im Radio wird auf diese Sprühaktionen hingewiesen, mir ist jedoch bislang keine kritische Berichterstattung darüber zu Ohren gekommen.

Das Ganze ähnelt den Betrügereien in der Automobilindustrie: Da wird zu Recht auf die viel zu hohen Abgaswerte von Pkw berichtet, nicht aber über die hohen Belastungen, die durch die Dieselabgase von Lkw in die Luft geblasen werden. Aber die Wirtschaft darf ja nicht leiden, deshalb hält sich hier die Information der hauptsächlich durch die Wirtschaft finanzierten Medien doch sehr in Grenzen.

Mich würde einmal sehr interessieren, ob die Abgaswerte der Lkw-Hersteller mit den tatsächlich gemessenen Werten übereinstimmen. Auch würde mich interessieren, wie schwer die Sprühaktionen der Forstbetriebe der Natur schaden, denn hier werden sämtliche nützliche Kleinstlebewesen auf Blättern und auf dem Boden getötet. Wegen der Gier einiger Weniger (der Waldbesitzer) setzt man lieber auf Monokultur statt auf Baumartenvielfalt.

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