Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Diskussion über Soldaten-Figur

18.11.2010, Die Linke

Der Kreisvorstand der Linken empfindet es als unwürdig, wie gegenwärtig erneut versucht wird, die Geschichte zu verfälschen. Die Figur des Sowjetsoldaten, die bis 1995 auf dem Neustrelitzer Marktplatz stand, kann nicht losgelöst aus dem historischen Gesamtzusammenhang betrachtet werden. Konsens sollte parteiübergreifend bezüglich folgender Punkte bestehen: 1.) Die Sowjetunion trug die Hauptlast des 2. Weltkrieges. 2.) Ohne sie wäre eine Befreiung vom Faschismus 1945 nicht möglich gewesen. 3.) Die Soldatenfigur ist Teil der Geschichte und steht unter Denkmalschutz. Im Einigungsvertrag von 1990 wurde festgelegt, dass die sowjetischen Ehrenmale zum Gedenken an den 2. Weltkrieg auf deutschem Boden zu erhalten und zu pflegen sind. Dieser Festlegung sollte sich auch die Stadt Neustrelitz verpflichtet fühlen, unabhängig davon, welche Absprachen frühere Bürgermeister mit der Botschaft getätigt haben. »Die Linke« fordert daher, dass die Denkmalsfigur nach nun 15 Jahren unsachgemäßer Lagerung endlich einen würdigen Platz im Neustrelitzer Stadtbild findet und hält auch eine Lösung im Zusammenhang mit dem Kulturhistorischen Zentrum möglich. Christel Görg, Kreisvorstand

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