Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Die unendliche Geschichte des Wiecker Brückenpollers

04.08.2013, Gerlinde S., Wieck
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Der neue Poller war (fast) da"
im Peene Blitz vom 28.07.2013

Die Wiecker Brücke ist die Lebensader der hier ansässigen Bürger. Außer dem Bäcker befindet sich alles was mit dem täglichen Leben zu tun hat hat auf der Südseite des Ryck (Kita,Schule,Arztpraxen,Einkaufsmöglichkeiten usw.). In Wieck und Ladebow leben inzwischensehr viele Kinder und Rentner. Kinder müssen z.B. zur Kita oder zur Schule gebracht werden, ältere rasch mal zum Arzt usw.. Um kilometerlange Umwege nicht zu fahren, ist die Brückennutzung für Ortsansässige unumgänglich. Die Weiterführung der Osttangente wurde ja durch die Stadt verpasst.Zu der unendlichen Geschichte mit dem Poller will ich mich nicht äußern, nur so viel, es ist ein Jammer wieviel Geld verschwendet wurde. Unkaputtbar ist also schon wieder kaputt. Doch nun zum Poller. Es gibt eine eindeutige Rechtslage, denn die Wiecker Brücke ist als Fuß- und Radweg ausgewiesen (Wer fährt mit dem Auto durch den Schuhhagen?? In Wieck ist es gang und gebe im öffentlichen Raum trotz Parkverbot zu parken, trotz verkehrsberuhigter Zone zu rasen und unberechtigt die Brücke zu befahren.). Laut § 46 STVO gibt es Ausnahmegenehmigungen. Die Autofahrer aus Wieck und Ladebow haben so eine Ausnahmegenehmigung welche zum befahren der Brücke berechtigt(Von der Straßenverkehrsbehörde gegen Bezahlung der Gebühren erworben- meine ist gültig bis Mai 2015). Die vielen Autofahrer, die unberechtigt über die Brücke fahren müßten laut Bußgeldkatalog eine Strafe von 40,- €und 1 Punkt erhalten. Auch ohne Poller dürften also nur Ladebower und Wiecker Autofahrer die Brücke benutzen. Wir betroffenen Bürger sollen also mit der Schließung der Brücke für Rechtsverstöße von anderen Autofahrern bestraft werden. Als Einwohner hatten wir die Stadt mit Protesten vor der augenblicklichen Entwicklung gewarnt. Jahrelang gab es keine Probleme ! ( Solidarprinzip, alle zahlten eine gleiche Pauschale). Als die Stadt anfing für jede Überfahrt 0,50 € zu kassieren fing der Ärger an. Außerdem forderten wir das eingenommene Geld nur für die Brücke zu verwenden (Rücklagen bilden- nur bei Bedarf für die Brücke einsetzen). Die Verantwortlichen der Stadt müssen endlich für die Einhaltung der Rechtslage aktiv werden und nicht die Bürger bestrafen.

Gerlinde S., Wieck

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