Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Die Qual der Wahl

17.09.2013, Brunhilde Brauer, Schwerin

In nur einigen Tagen wählen die Deutschen ihren Bundestag. Wohin ich mein Kreuz mache, weiß ich immer noch nicht genau. Wohin aber mein Kreuz nicht kommt, steht schon fest.

Parteien wie rot-grün, die sich rühmen kinder- und familienfreundlich zu sein, aber nach einem Wahlsieg das kinderfreundliche Gesetz über das Betreuungsgeld wieder abschaffen wollen, sind für mich unakzeptabel. Ich bin Kindergärtnerin und habe 40 Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Ich vertrete die Meinung, dass Staat und Politik in den ersten drei Jahren das enge Zusammenleben von Mutter und Kind besonders fördern sollten. Es ist eine wichtige Zeit in der sich die Mutter-Kind-Beziehung intensiv entwickelt.

Außerdem ist dieses Gesetz für den Steuerzahler ein Gewinn. 100 Euro bekommt die Mutter vom Staat, wenn sie ihr Kind selbst betreut. 1000 Euro kostet dem Steuerzahler ein Krippenplatz. Dazu noch eine Bemerkung zu Krippe und Förderung. In meiner langen Praxiszeit musste ich feststellen, dass Hauskinder, wenn sie mit 3 Lebensjahren in den Kindergarten kamen, wesentlich ausgeruhter und ruhiger waren und sprachlich Krippenkindern gegenüber überlegen.

Brunhilde Brauer, Schwerin

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