Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Die langsame Sterbehilfe

24.02.2012, O. Heinrich

Wer Sterbehilfe leistet, wird bestraft. Wer das allerdings in aller Öffentlichkeit tut, kommt so davon. Nun lässt sich solcherart Hilfe ja verschiedentlich angehen. Man kann die Geräte, an denen der Patient hängt, ausschalten oder man wartet ab, bis sie sich von selbst verabschieden. Letzteres geschieht mit Griechenland. Da greifen greift die deutsche Regierung doch wiederholt gern ins Milliardensä­ckel. Der Patient atmet noch, wenn auch flach und hat anscheinend nicht viel gelernt in der Krise. Das heißt, die von unten ja, die haben begriffen, dass es ihnen wieder einmal an die schmale Börse geht. Die von oben sind da cleverer, die wissen ihre Drachme – pardon ist ja immer noch der Euro – besser zu verteidigen. Wenn der griechische Otto-Normalverbraucher aus lauter Wut die deutsche Fah­ne verbrennt, dann doch nur, weil er bei den Oberen nicht so richtig durchsieht. Wohin fließen diese Milliarden, dass weiß weder der griechische, noch der deutsche Normalverbraucher. Werden damit nur Schuldenlöcher gestopft oder wird damit die Wirtschaft (Welche eigentlich?) angekurbelt? Was passiert, wenn Griechenland wieder seine Drachme hat, die Türken zahlen ja auch immer noch mit der Türkischen Lira. Die eingesparten Milliarden aus dem deutschen Staatssäckel könnten zum Beispiel für die Absenkung der Mehrwertsteuer einegsetzt werden. Da hätten dann wenigstens alle etwas vom deutschen Euro Überschuss.

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