Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Die Konsequenz – Transparenz!

02.02.2014, Ulf-Harry Kugelmann, Stralsund

Nachdem in letzter Zeit Politiker jeglicher Couleur davon sprechen – dann machen wir es doch endlich – in STRALSUND.

 

Es reicht schon lange nicht mehr, nur den Namen des jeweiligen Geschäftsführers des städtischen Unternehmens/der Beteiligung zu kennen. Die Bürger interessiert es auch, wie und mit wem die jeweiligen Aufsichtsräte besetzt sind. Ob Fach- und Sachkompetenz oder eher Parteienproporz ausschlaggebend waren.

Auch sollte Ämterhäufung vermieden werden, zumal in einigen Fällen nicht universelles Fachwissen vermutet werden kann, sondern wohl eher ein Hang, "interessante Zuwendungen" abzugreifen.

Z.Zt. erstaunt es schon, in wie vielen Ausschüssen und Aufsichtsräten einzelne Bürgerschaftsmitglieder „tätig“ sind. Da kommt doch so einiges an „Taschengeld“ zusammen und stets mit „vollem Arbeitseinsatz“ zum Wohl der Bürger.

Das öffentliche Interesse muss vor überforderten Politikern, und diese müssen vor sich selbst geschützt werden was bedeutet, die Zahl der Mandate für den einzelnen muss sehr deutlich begrenzt werden.

In einem Aufsichtsrat soll ein Politiker öffentliche Interessen vertreten. Dort übernimmt er die Rolle eines Bürgers. Hier haftet er nicht nur mit seinem politischen Amt, sondern auch persönlich dafür, dass Kontrollen durchgeführt werden.

Ein Kontrolleur, der nicht kontrolliert, ist aber keiner. Und ein Aufsichtsrat, der nicht beaufsichtigt, ist kein Aufsichtsrat. Es genügt daher nicht, dort n u r herumzusitzen.

Es wird höchste Zeit, dass die Bürgerschaft die neue Leitlinie zur Besetzung/Arbeit von Aufsichtsräten noch v o r den Wahlen verabschiedet.

 

„Übrigens, wer wenig weiß oder bewusst nichts wissen will, muss v i e l glauben.“

 

 

 

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