Mecklenburger Blitz Verlag

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Die Kirche und unser Geld

27.02.2015, Manfred Butter, Stralsund

Wer versucht, über die verschlungenen Wege, die unser Geld in die Taschen der Kirche nimmt, etwas zu erfahren, läuft immer wieder gegen eine Wand des Schweigens und Vertuschens. Wer beschimpft werden will von den guten anonymen Christen, braucht sich nur für deren Finanzen zu interessieren, da greift er voll in ein Wespennest; denn niemand lässt sich gern ins Portemonnaie schauen, schon gleich gar nicht die Kirchenhierarchie.

Ob katholische oder evangelische Kirche, beide haben Billiarden Euro an Reichtümern wie Geld, Immobilien, Sakralbauten, Schlösser, Goldbarren und vieles mehr. Außer der Kirchensteuer von jährlich 10 Milliarden Euro, bekommt die »Illusion Gott« durch staatliche Subventionen bei Verzicht auf Steuern und Gebühren über 14 Milliarden Euro. Mit Entschädigungszahlungen aufgrund uralter Verträge, erhält die Kirche nochmals bis zu 400 Millionen Euro jährlich vom Vater Staat. Also hat sie einen jährlichen finanziellen Zuwachs von mehr als 25 Milliarden Euro.

Aus all den hier genannten Tatsachen der Kirchenfinanzierung, ist mir als Kommunalpolitiker der Stadt Stralsund völlig unerklärlich, warum z. B. die Nikolaikirche der Stadt mit drei Euro Eintritt (ab 2015) einen sogenannten »Erhaltungsbeitrag« für wichtige Restaurierungsarbeiten erhebt, wenn im Finanzhaushalt des evangelischen Christentums Milliarden Euro zur Verfügurvg stehen. Die Kirchengemeinde St. Nikolai in Stralsund möchte ihre notwendigen Baufinanzierungen zum Erhalt der Kirche nicht von den Kirchenbesuchern durch Eintrittsgelder (einmalige Ausnahme in MV) als »Eigenmittelanteil« verstanden wissen, sondern dafür Sponsoren zu gewinnen sind. Kirchengemeinde St. Nikolai fordern Sie das Geld für die Bausanierung ihrer Kirche bei ihren »Kirchenfürsten« der Nordkirche in Schwerin und Hamburg ein, bauen Sie nicht auf Fördermittel von Bund und Land, wenn, wie in diesem Leserbrief dargestellt, die Kirche jährlich Milliarden Euro vom Staat geschenkt bekommt. Manfred Butter, Stralsund

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