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Die Fußball-WM und der Westen

12.06.2018, Wolfgang Mengel, Stralsund

Die Fußball-WM und der Westen

Es ist nicht mehr zu hören und zu lesen: Westliche Politiker meinen, Russland und seinen Präsidenten mit ihrem Fernbleiben bei den Spielen boykottieren zu müssen. Es ist nicht mehr nachzuvollziehen, was man sich da alles einfallen lässt. Diese Arroganz und Besserwisserei der EU ist einfach nicht mehr zu ertragen. Man straft damit nicht Putin, sondern Spieler, Sport , das Land und die vielen Fans, die extra zur WM nach Russland reisen. Wie weit will es der Westen incl. Deutschland noch treiben? Das Thema „Krim“ ist abgearbeitet, daran wird sich nichts ändern, und Russland wird ja wohl auch einen Anspruch auf seine eigene Sicherheit haben dürfen. Der Rückführung sind ja seriöse und legale Schritte voran gegangen, aber die werden ja nicht anerkannt, weil es nicht in die westliche Politik passt. Trump will, egal aus welchem Grund, Russland wieder mit am Tisch der G 7 haben. Die EU soll aufpassen, dass sie sich mit ihrer antirussischen Haltung nicht völlig verrennt. Aber von Russland Gas zu beziehen, das scheint völlig außerhalb der Politik zu stehen. Und wenn die EU vielleicht doch mal positivere Gedanken haben sollte – hoffentlich ist es dann nicht zu spät! Die Welt ist groß genug, dass sich Russland anders orientieren und gemäßigtere Partner aussuchen kann. Wie sagte doch einst Gorbatschow: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!“ Wie wahr!

Wolfgang Mengel, Stralsund

 

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