Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Deutschland ist ganz sicher kein Tollhaus

15.07.2018, Michael Schönbohm, Brüel
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Neues aus dem Tollhaus (Parchimer Blitz)"
im Schweriner Blitz vom 15.07.2018

Es sind immer wieder Lesebriefe in der Zeitung, die kein gutes Haar an der Politik und den Politikern in Deutschland lassen.

Das, wie im Artikel vom 15.07. beschrieben, Herr Seehofer offenbar nicht in der Lage ist, sein Amt auszuführen, sei unbestritten.

 

Was aber soll die permanente Schimpftirade auf die deutschen Politiker?

Dass die Hauptarbeit der Abgeordneten nicht im Parlament, sondern in den Ausschüssen und Wahlkreisen gemacht wird, sollte einer fleißigen Briefeschreiberin, wie Frau Plischka bewusst sein.

Kaum ein gewählter Angeordneter, der verantwortungsbewusst eine Arbeit macht, kommt mit einer 40- oder 50-Stunden Woche aus.

 

Wir, die wir in diesem Land geboren sind, sollten es schätzen, in einem der lebenswertesten Länder der Welt zu leben.

Es geht in Deutschland den Menschen so gut, wie in kaum einem anderen Land.

Wir haben eines der besten Sozialsysteme der Welt.

Wir leben hier sein mehr als 70 Jahren in Frieden.

Den Rentnern geht es so gut, wie noch nie in Deutschland.

Korruption spielt in der Politik Deutschlands so gut wie keine Rolle.

 

Deutschland konnte es sich 2015 leisten, eine große Anzahl von Flüchtlingen aufzunehmen und damit eine humane Katastrophe zu verhindern.

Ich bin heute noch stolz darauf, dass das, manchmal als „hässliches Deutschland“ im Ausland dargestellte Deutschland dies möglich gemacht hat.

 

Natürlich kann immer noch etwas besser gemacht werden, natürlich kann auch nicht jeder Flüchtling nach Deutschland kommen.

Wir leben hier im einem Land, auf das wir stolz sein können. So viel können die Politiker in den letzten Jahrzehnten nicht verkehrt gemacht haben.

 

Warum also diese permanente Politikerschelte?

Sollte es darum gehen, Wähler für Parteien zu gewinnen, die suggerieren, eine Alternative zu haben, die aber für die Probleme der Zukunft keinerlei tragbare Konzepte vorwiesen können?

Vorsicht vor Bauernfängern!

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