Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Derzeitige Politik erweckt Wut im Bauch

13.01.2016, Wolfgang Mengel, Stralsund

Wo soll ich bei den vielen Fakten anfangen? Selbst im Jahreswechselurlaub im benachbarten Polen boten deutsches und polnisches Fernsehen keine Verschnaufpause, natürlich nicht, denn die Politik und damit zusammenhängende Ereignisse kennen keine Feiertage. Siehe Köln! Furchtbar, was dort passiert ist, aber war das nicht irgendwie abzusehen bei der unkontrollierten Masseneinreise von Menschen eines völlig anderen Kulturkreises? Es entstand der Eindruck, dass der Polizei ein Maulkorb bei der Berichterstattung verpasst wurde, um die politische Korrektheit nicht zu verletzen. Da musste bei Herrn Plasberg erst Frau Schröder von einer totalen Tabuisierung dieses Themas sprechen, wofür sie frenetischen Beifall vom Studiopublikum erhielt ( und sicher nicht nur von diesem Publikum!). Ich habe gewählt und damit Politiker legitimiert. Aber sie haben von mir keine Legitimation für diese Flüchtlingspolitik und dafür, dass sich z.B. die EU jetzt erdreistet, den Polen die rechtstaatlichen Leviten lesen zu wollen mit der Androhung von Strafmaßnahmen. Wo kommen wir denn hin?! ( Das ist ein großer Nachteil dieser repräsentativen Demokratie, eine direkte wäre mir lieber, wo vor Entscheidungen das Volk um seine Meinung befragt wird). Lasst das die Polen selbst machen, sie haben bewiesen, dass sie das allein schaffen. Müssen sich Deutschland und die EU überall einmischen? Was wollen sich diese Politiker eigentlich beweisen? Dass keiner ohne sie kann? Ich habe den Eindruck, dass Europa für diese Union einfach noch nicht reif ist. Und es ist sicher nicht so einfach vom Tisch zu wischen, dass die osteuropäischen Staaten hier eine andere Einstellung haben als die EU. Zum Schluss werden noch die eigenen weiblichen Personen für Köln verantwortlich gemacht, weil sie nicht genug Abstand gehalten haben (siehe Kölner OB!). Und Hochachtung vor unserem Ministerpräsidenten, Herrn Sellering! Er will den zweiten Russlandtag durchführen. Er ist wenigstens hier ein Realist, der weiß, dass ohne Russlend nichts geht. Das wusste schon Bismarck. Ich habe kein Verständnis für die Grünen, die sich auch hier nach der EU und nach Berlin ausrichten und eine eigene Meinung in Richtung Aufhebung der Sanktionen gegen Russland vermissen lassen.

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