Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Der UFR und sein Wahldebakel

05.06.2014, Torsten Penk, Rostock-Stadtmitte
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Leserbrief »Rostock hat (nicht) gewählt!«"
im Rostocker Blitz vom 01.06.2014

Es ist unerträglich, wie selbst nach diesem Wahlergebnis im Umfeld von OB Methling und UFR offensichtlich immer noch keine selbstkritischen Denkprozesse einsetzen. War die Pleite mit vier Bürgerschaftssitzen noch nicht Denkzettel genug? Stattdessen wird einfach weiter beschimpft: Da darf am Wahl­abend ein Dr. Dr. Malte Phillipp den Rostocker Wählern mal eben indirekt Dummheit unterstellen und ein Herr Statzkowski hat einen dicken Hals, weil die Menschen lieber Zuhause geblieben sind, als ihre Stimme den nicht ganz so »Unabhängigen« von der UFR zu geben. Mal als Denkanstoß: Kann es sein, dass viele Wähler das Gepöbel des UFR gegen alle politischen Gegner genervt hat? Dass die Menschen sich wünschen, dass in der Bürgerschaft endlich mit gegenseitigem Respekt gemeinsame Lösungen erarbeitet werden? Dass kein Mensch versteht, warum ein hochqualifizierter Landesbeamter mit langjähriger Führungserfahrung wie Dr. Chris Müller nicht endlich mithelfen darf, die Rostocker Stadtverwaltung besser zu machen? Auch wenn er ein SPD-Parteibuch hat? Zuletzt: Warum soll ich als unzufriedener Rostocker Wähler dem UFR meine Stimme geben, wenn die handelnden Personen dort kein bisschen besser agieren als die etablierten Parteien, ja sogar nicht mal ein Mindestmaß an Respekt oder Interesse für andere Meinungen übrig haben? Wenn dort Riesensummen in den Wahlkampf gesteckt werden, ohne offenzulegen, woher das viele Geld stammt? Solange der UFR in diesen Punkten nicht endlich mehr menschlichen und politischen Anstand an den Tag legt, solange wird diese Gruppierung in Rostock knapp über dem Niveau einer Splitterpartei verharren – und das zu Recht!

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