Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Der Nahe Osten - weit weg?

21.03.2018, Jürgen Schwarzenberg, Ludwigslust

Kürzlich schrieb H. Wruck in einer Glosse, die Weiße Rose (Scholl) und die Bombardierung von Dresden kosteten Opfer, aber änderten nichts an der Haltung der deutschen Bevölkerung. Die Glosse stellt damit die Frage: Wenn die Propaganda- und Kriegsmaschinerie läuft, wer hält sie dann noch auf?

Weltweit werden jährlich 1,7 Billionen Dollar für Rüstung ausgegeben. Die BRD gibt 2% des BIP, 70 Mrd., ca. 20% des Bundeshaushaltes, für Rüstung aus. Tramp drückt mit seinen Zolldrohungen auf 4%, und dt. Politiker äußern sich willig im EU Verbund. Nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001 rief tags darauf die Nato den »Bündnisfall« aus. Die rot-grüne Schröderregierung schloss sich am späten Abend an. Im November und Dezember 2001 beschlossen Abgeordnete des Bundestages deutsche Soldaten unter Führung der USA nach Afghanistan zu schicken, um islamistische Terroristen zu jagen und selbst gejagt und getötet zu werden. Am 21.12.2001 trafen die ersten Soldaten in Kandahar ein. In den 16 Jahren starben 55 deutsche Soldaten, lt. Statistik die nur bis 2014 geht. Über zivile Opfer steht die Zahl 68.000, als unvollständig in der Statistik bis 2014. Wie viele in den Flüchtlingswellen der 3 Anglo - Afghanischen Kriege, vor den Mudschaheddin und im andauernden Bürgerkrieg nach Pakistan, in den Iran und nach Europa geflohen sind erfasst keine Statistik. Der Irak hatte laut engl. Geheimdienst Chemiewaffen, Anlass zum Krieg, gefunden wurde nichts. Das gleiche Chaos, Tod und Flucht.

Wieder von der Themse: Theresa »Bond«: Russland steckt hinter dem Tod eines Ex KGB Spions, Beweise brauchen wir nicht, soll Putin liefern. Die Kanzlerin tritt der EU abtrünnigen May sofort zur Seite, warum? Wortreich und erfolglos erweist sich die Europa-, Nahost-, Türkei- und Ukraine Politik der Regierenden. In den Medien wird kolportiert. Vermutlich, wahrscheinlich, es könnten.... oder es wird weggelassen.

Jürgen Schwarzenberg, Ludwigslust

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