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Der Gesundheitstreff Rostock lud ein - Todesstaub - eine unbequeme Wahrheit

29.11.2012, Gudrun Bernhardt, Rostock

Mit seiner 16. Veranstaltung hat der 'Gesundheitstreff Rostock' ein weithin tabuisiertes Thema aufgegriffen. 90 Gäste sahen im Mehrgenerationenhaus Rostock Lütten Klein den mit dem Europäischen Fernsehpreis ausgezeichneten Film "Todesstaub - die verstrahlten Kinder von Basra" des Kölner Filmemachers und Fernsehjournalisten Frieder Wagner. Dieser Film deckt die verheerenden Folgen der Kriegsführung mit Uranmunition auf.

Die USA und ihre Verbündeten setzen seit mehr als 20 Jahren Urangeschosse und -bomben unter anderem auf den Kriegsschauplätzen im Irak, in Bosnien, im Kosovo, in Afghanistan, Somalia, Libanon und Libyen ein. Über die phänomenale Durchschlagskraft dieser Geschosse geraten Militärs ins Schwärmen. Beim Aufprall auf das Ziel entstehen aber durch das Schmelzen, Zerstäuben und Entzünden des Urans hoch toxische und radioaktive Schwebeteilchen (Aerosole) und Stäube, die in die Umwelt gelangen. Infolge ihrer geringen Größe werden die Nanopartikel nicht vom menschlichen Immunsystem erkannt. Sie überwinden sogar die Blut-Hirn-Schranke und können mühelos in alle Zellen des Körpers eindringen. Es kommt zu Chromosomenbrüchen, zur Entstehung von Krebs, Leukämie, Missbildungen und schwersten genetischen Schädigungen bis hin zum Tod.

Frieder Wagner: "Was ich im Irak, im Kosovo und in Serbien an schwerst missgebildeten, gerade geborenen Babys sehen musste, verfolgt mich noch heute in meinen Träumen." Durch den Einsatz dieser Uranmunition sind im Irak, im Kosovo und in Afghanistan inzwischen ganze Regionen wegen der radioaktiven und hoch giftigen Kontamination eigentlich nicht mehr bewohnbar. Das liest man in Deutschland in keiner Zeitung und erfährt es auch nicht aus den TV-Medien. Das Thema "Uranmunition und die Folgen" sind ein Tabuthema. Von atmosphärischen Winden wird dieser Todesstaub um die ganze Welt getragen. Bundesregierung, NATO und Pentagon leugnen diese Zusammenhänge bis heute. Das Thema scheint aus den Medien verbannt. „Etwa dreißig Prozent aller Soldaten, die in Afghanistan stationiert waren, kommen kontaminiert nach Hause“, schätzt Frieder Wagner und erzählt von Soldaten, die sich hilfesuchend an ihn wandten. Sie waren an Krebs erkrankt und sind teilweise schon verstorben. Einige Frauen haben schwer missgebildete Kinder geboren.

Mit der Veranstaltung hat der Gesundheitstreff Rostock einen mutigen Beitrag geleistet, das jahrzehntelange, ungeheuerliche Kriegsverbrechen mit seinen furchtbaren Folgen öffentlich zu machen.

Im anschließenden Gespräch mit Frieder Wagner kam einstimmig zum Ausdruck: "Wir können und müssen zur Aufklärung beitragen!"

Dazu empfiehlt der Veranstalter das Buch von Frieder Wagner "Uranbomben - Die verheimlichte Massenvernichtungswaffe" aus dem Kai-Homilius-Verlag. Darin belegt der Autor faktenreich und überzeugend: Uranwaffen sind Massenvernichtungswaffen und nach der Genfer Konvention "Kriegsverbrechen".

Für die Bildungsarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen wird sein Filmdokument "Todesstaub - die verstrahlten Kinder von Basra" empfohlen. Ausführliche Informationen gibt es im Begleitheft dazu und unter www.filmwerk.de.

Wünschenswert wäre es, dass Frieder Wagners beeindruckender und erschütternder 93-minütiger Kinofilm mit dem Titel "Deadly Dust - Todesstaub" in Rostock gezeigt wird. Der Dokumentarfilmer würde dazu auch wieder kommen.

Filme und Buch sind über den Gesundheitstreff Rostock erhältlich.

Frieder Wagner ist zweifacher Träger des Grimmepreises in Gold und Silber. Trotz positiver Reaktionen auf seine Filme, sein journalistisches Wirken und aller Auszeichnungen hat der Filmemacher seit Jahren keinen Auftrag mehr erhalten und finanziert nun seine Filme selbst.

Der Journalist Frank Schlößer führte mit Frieder Wagner ein sehr spannendes Interview, nachzulesen auf der Internetseite: www.das-ist-rostock.de. Auch bei YouTube, www.uranmunition.net oder bei www.alpenparlament.tv findet man umfangreiches Faktenmaterial.

Für Frieder Wagner war die Rostocker Veranstaltung die bisher 257. mit insgesamt ca. 22.000 Teilnehmern. Möge er noch viele Veranstaltungen dieser Art durchführen.

 

Kontakt:

Sigrid Jäckel, Tel.0381/ 68 56 26, E-Mail: sihaka[at]web.de

Internet: www.homeo-med.de (siehe ‚Aktivitäten’)

Der 'Gesundheitstreff Rostock' ist ein Arbeitskreis, der unabhängig, kritisch, und vielfältig über gesunde Ernährung, ganzheitliche Lebensführung und Umweltprobleme aufklärt.

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