Mecklenburger Blitz Verlag

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Der Gesundheitstreff Rostock lud ein „Gesundheit unser höchstes Gut - Die Deckung des Eiweißbedarfs in unserer Ernährung“

08.07.2012, Gudrun Bernhardt, Rostock

Volles Haus hatten die Initiatoren, als Gudrun Kaufmann, ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin GGB (Gesellschaft für Gesundheitsberatung) am 2. Juli zu diesem kontrovers diskutierten Thema sprach. 155 Gäste kamen zum öffentlichen Vortrag in das Mehrgenerationenhaus Rostock Lütten Klein.

Heute kann man fast alles lernen. Nur auf die Frage, wie man seine Gesundheit und die seiner Familie erhalten kann, finden wir kaum eine befriedigende Antwort. Es sei denn, man vertraut allein der produktbezogenen Werbung für allerlei Nahrungs- und Genussmittel, die den Namen Lebensmittel nicht mehr tragen dürften. Ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten nehmen darum immer mehr zu - auch bei Kindern.

Wer über Jahre und Jahrzehnte hinweg falsch isst, wird mit ziemlicher Sicherheit an einer oder mehreren der zahlreichen ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten erkranken. Dazu zählen Gebissverfall, Erkrankungen des Bewegungsapparates, des Stoffwechsels, der Verdauungsorgane und manche Erkrankungen des Nervensystems; weiterhin Gefäßerkrankungen, Allergien und ein geschwächtes Immunsystem. Auch an der Entstehung von Krebs ist die Fehlernährung in erheblichem Maße beteiligt.

Gudrun Kaufmann zeigte in ihrem Vortrag neue Wege in der Ernährung, die zur Prophylaxe dienen, aber auch bestehende Erkrankungen lindern oder im Fortschreiten aufhalten können. Einige Krankheiten können durch richtige Ernährung völlig geheilt werden.

Eiweiß spielt eine äußerst wichtige Rolle in unserem Organismus; es ist Träger des Lebens überhaupt. Dennoch brauchen wir in unserer Nahrung nur sehr wenig, nämlich etwa 2 %. Gewöhnlich wird angenommen, dass wir diesen Bedarf mit dem Verzehr von Tieren und Tierprodukten decken müssten, aber es ist schon seit langem bewiesen, dass pflanzliches Eiweiß genauso vollwertig ist wie tierisches. Letzteres benötigen wir daher nicht. Es wird vor dem Verzehr fast immer erhitzt und dabei "denaturiert". Viel tierisches Eiweiß kann unliebsame Folgen haben, wie Vitalstoffmangel und erhöhten Blutdruck. Es empfiehlt sich daher, Pflanzen, wie Getreide, Gemüse, Obst und Nüsse zu bevorzugen, um den Tagesbedarf an nativem, d. h. naturbelassenem Eiweiß zu decken. Gut beraten ist außerdem, wer etwa ein Drittel der Nahrung roh und frisch verzehrt und seinen Speiseplan abwechslungsreich gestaltet.

Ein Tipp von der Referentin und dem Veranstalter: „Fangen Sie mit dem Frischkornbrei an, wenn Sie Ihre Ernährung auf vitalstoffreiche Ernährung umstellen wollen. Das Rezept finden Sie in den zahlreichen Büchern und Kleinschriften vom emu-Verlag.“

Tiereiweißfreie oder tiereiweißarme Vollwertkost wirkt sich auf jeden Fall positiv auf die Gesundheit und unser Wohlbefinden aus, entlastet die Krankenhäuser und spart Geld.

Zu dieser Problematik sendet übrigens der NDR am 30. Juli um 22.00 Uhr den interessanten Dokumentar - Film „Die Milch-Lüge“ von Mirko Tomic.

Bei der anschließenden Verkostung herrschte reges Gedränge. Das von den fleißigen Küchenfeen vom Gesundheitstreff Rostock liebevoll hergerichtete Büfett war eine Augenweide. Es gab leckere Salate und Erdbeertorten.

Es ist nie zu spät, mit einer vitalstoffreichen Vollwertkost zu beginnen.

Wie immer konnten Bücher, Kleinschriften und CDs zu ausgewählten Themen erworben oder ausgeliehen werden. Ich empfehle insbesondere das Buch "Der Murks mit der Milch" von Dr. med. M. O. Bruker und Dr. phil. Mathias Jung, so Gudrun Kaufmann.

Kontakt:

Sigrid Jäckel, Tel.0381/ 68 56 26, E-Mail: sihaka[at]web.de

Internet: www.homeo-med.de (siehe ‚Aktivitäten’)

Der 'Gesundheitstreff Rostock' ist ein Arbeitskreis, der unabhängig, kritisch, und vielfältig über gesunde Ernährung, ganzheitliche Lebensführung und Umweltprobleme aufklärt.

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