Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Denkwürdig

14.07.2015, Hartmut Lindner, Rostock-Schmarl

Wir »Freunde der Raumfahrt Rostock Schmarl/Groß Klein« möchten mit diesen Zeilen an den gemeinsamen Flug von Apollo-Sojus vor 40 Jahren erinnern. Diese Mission war die erste US-amerikanisch-sowjetische Kooperation in der Weltraumfahrt und zeigte auf, dass unterschiedliche Gesellschaftordnungen im Weltraum friedlich gemeinsam zusammenarbeiten können.

Erinnern wir uns: Ein Apollo-und ein Sojus-Raumschiff koppelten am 17. Juli 1975 in der Erdumlaufbahn aneinander an, so dass die Raumfahrer von einem Raumschiff ins andere umsteigen konnten.

Die Mission war ein Meilenstein in der bisher streng getrennten und in Konkurenz stehenden Weltraumprogramme der Supermächte. Der technische Wettkampf war besonders in der Raketentechnik eine Basis des Wettrüstens geworden. Die gemeinsame Mission wurde somit zu einem weltweit bedeutenden Symbol für eine Annäherung, wenn auch nur im Weltall.

An Bord von Apollo waren drei Astronauten und als Rakete diente eine Saturn 1B. An Bord der Sojus 19 befanden sich zwei Kosmonauten.Als Problem zeichnete sich der Bau eines Kopplungssystems ab, da beide Raumschiffe unterschiedliche Atmosphären an Bord hatten. Deshalb baute man einen Dockingadapter, der vom Apollo-Raumschiff mitgeführt wurde und gleichzeitig als Luftschleuse diente. Die Raumfahrer wechselten mehrfach ihre Raumschiffe und stiegen ins andere um. Nach 44 Stunden gemeinsamen Fluges trennten sich die Raumschiffe, es wurde dann wieder angedockt und drei Stunden gemeinsam geflogen ohne aber wieder umzusteigen. Sojus 19 landete am 21. Juli 1975 in der Wüste von Kasachstan, die Apollo-Kapsel wasserte am 24. Juli 1975 im Pazifischen Ozean.

Damals eine Besonderheit, heute arbeiten Raumfahrer verschiedener Nationen auf der Erde als auch im Weltraum zusammen.

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