Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Denglisch niemals

02.07.2012, Dr. Hans Bomke, Schwerin
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "What the hell? Das war gefailt !"
im Schweriner Blitz vom 24.06.2012

Natürlich verändert sich eine Sprache, vor Jahrhunderten in Kirchen angebrachte alte Inschriften beispielsweise verdeutlichen dies. Dass es in der deutschen Sprache, wie in anderen übrigens auch, Fremd- und Lehnwörter gibt und immer wieder geben wird, dürfte völlig nomal sein. Doch meine ich, sollte die Übernahme von Begriffen einer anderen Sprache berechtigt sein und zugleich eine Bereicherung darstellen. Dies jedoch vermag ich bei der Verwendung von Begriffen wie z.B. »public viewing« oder des unsäglichen »okay« nicht zu erkennen. Oder bezüglich anderer Sprachen: Warum schickt eine Engländerin ihr Kleinkind neuerdings nicht mehr zur nursery school, sondern zum »kindergarten« oder warum verlangt eine Moskauerin von der Verkäuferin einen Bjustgalter, anstatt das bisher übliche russische Wort für »Büstenhalter« zu gebrauchen? Neuerung sollte nicht in Albernheit abgleiten und man sollte, wie immer und überall, die Kirche im Dorf lassen. Und was ein »Zwischen Deutsch und Englisch – Denglisch« betrifft, gibt es dazu meinerseits ein eindeutiges »niemals«, wobei ich noch als Rentner mit dem Erlernen der englischen Sprache begann, da ich in der Schule außer Deutsch nur Latein und Russisch hatte.

 

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