Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Den Nagel auf den Kopf getroffen

18.02.2014, Martin Dostal, Hohenfelde
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Für eine glänzende Neubelebung reicht der Titel nicht aus"
im Rostocker Blitz vom 16.02.2014

Der Artikel trifft den Nagel auf den Kopf: Heiligendamm ist zwar das älteste deutsche Seebad, zugleich aber auch das Schlusslicht in Sachen Infrastruktur - und das seit Jahren. Außer dem Hotel, drei sanierten Villen und im Hinterland allerhand liebevoll renovierten Häusern in Privathand gibt es in Heiligendamm für die Gäste fast nur abschreckende Tristesse. Man muss schon auf die Schönheiten gestoßen werden, denn das Unattraktive drängt sich von allein auf. Alle aktuellen Bestrebungen laufen einzig dahin, die unsanierten Häuser auch saniert zu bekommen. Schöne Häuser allein machen aber noch kein Seebad aus, die Leute kommen nicht wegen schönen Häusern, sondern wollen das Meer erleben, auf endlosen und schönen Promenaden flanieren, in Geschäfte, Shops und Boutiquen einkehren, sie wollen ein vielfältiges Angebot an Gastronomie und suchen einen einzigartigen Kurpark und eine ganz besondere Seebrücke Sie suchen auch einen Luxus-Yachthafen, wenn sie an Heiligendamm denken und vor allem wollen sie die Geschichte vor Ort erleben können. Nichts dergleichen haben Stadt, Landkreis und Land geschaffen oder in die Wege geleitet, es sollte alles einer allein schaffen, statt Unterstützung erlebte er zuletzt nur noch Blockade. Nun soll es der nächste alles allein richten, die Erwartungen an Paul Morzynski sind hoch. Die bedingungslose Anerkennung des Seeheilbad-Titels birgt die Gefahr, dass die Verantwortlichen für Heiligendamm sich nun auf den Lorbeeren ausruhen. Ob das gewünscht ist?

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