Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Den Nagel auf den Kopf getroffen

27.10.2016, Hartwig Niemann, Rostock
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Geldgier v. 17.10.2016, Frau Brigitte Schneider"
im Wismarer Blitz vom

Frau Brigitte Schneider hat mit dem Inhalt ihres Briefes "Geldgier" einen wunderbaren Beitrag über die kapitalistische Gesellschaftsordnung geschrieben. Wer das "Kapital" studiert hat, kennt den Zusammenhang zwischen c+v+m und den Doppelcharakter der Waren produzierenden Arbeit. Pseudowissenschaftliche Seifenblasen dagegen sind nicht angebracht, wenn es um den Begriff „Geldgier“ geht, wie ihn Frau Schneider beschrieben hat. Wer keine Ahnung hat, sollte den Mund nicht so voll nehmen und den Inhalt dieses Briefes in Frage stellen. Es gibt gegenwärtig genügend Klugscheißer, die alles besser wissen wollen und in Wirklichkeit als Vasallen des Kapitals den Mund immer wieder meilenweit aufreißen. Hier gibt es vielfache Ähnlichkeiten zu ehemaligen Politikadern in der DDR. Dass die alten Politherren in der DDR den Überblick verloren haben, liegt nicht im wissenschaftlichen Bereich derjenigen, die genau wussten, worum es geht. Die ausgeleierte Formulierung "Der Sozialismus wird siegen" war für mich nie der Maßstab im Erkennen der marxistischen Zusammenhänge. Ich habe in meinem ganzen Leben nie einen Vorsänger gebraucht und bin auch zu DDR-Zeiten immer bei meiner eigenen Meinung geblieben, egal wer vor mir stand. Speichellecker wird es wohl immer geben. Die gab es in der DDR und die gibt es im Überfluss auch in der BRD. Im Erkennen der politischen Zusammenhänge und deren Ursachen ist der eigene Standpunkt ausschlaggebend und nicht das, was die Vorsänger aus einer ehemaligen pädophilen Partei oder Kapital hörigen Parteien wie die CDU und SPD als Seifenblasen produzieren, um uns die Taschen voll zu hauen, damit wir parieren. Was heute gegenüber früher (natürlich in der DDR) vollkommen fehlt, ist die kameradschaftliche und aufrichtige Zusammenarbeit in einem Kollektiv. Heute leben wir in einer Ellenbogengesellschaft, die tatsächlich von "Geldgier" geprägt ist. Jeder denkt zuerst an sich und zwar nach dem Motto: Nach mir die Sintflut. Während die einen sich die Taschen mit Diäten vollstopfen, leben andere von der Hand im Mund (Kinderarmut + Altersarmut). Ich kann dazu nur noch sagen Pfui! schämt euch. Jetzt leben wir in der „Freiheit“. Wenn Akademiker die Straße fegen müssen, ist das sogar die „absolute Freiheit“.

 

 

 

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