Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Demo gegen Krieg

08.10.2014, Rainer Stankiewitz, Crivitz

Samstag (4. Oktober) nahm ich an einer Demo gegen den Krieg in der Ukraine und anderswo teil. Etwa 70 Leute zogen ab 14 Uhr vom Schweriner Bahnhof durch die Innenstadt, schwenkten rote Fahnen und mahnten in rhythmischen Sprechchören die internationale Solidarität an. Besucher und Einheimische – weil bei schönstem Wetter draußen ihren Kaffee oder ein Eis genießend - wurden so ziemlich drastisch und hautnah mit den Akteuren konfrontiert. Einige fühlten sich gestört, andere sogar angepöbelt, viele starrten ungläubig, als kämen Außerirdische in die Stadt. Handzettel wurden verteilt. Nach mehrmaligem queren von Markt und Mecklenburg Straße und Statements unterwegs und vor der Staatskanzlei fand die Demo auf dem Marienplatz ihr Ende.

Bei der Rückkehr zu meinem Auto am Großen Moor fielen mir nicht wenige Menschen auf, die unschlüssig, aber auch lesend die Handzettel festhielten, auf denen die Überschrift hervorstach: Ukraine: Schluss mit Lügen und Kriegshetze! - Wenn ein paar von ihnen nach der Lektüre vielleicht erkannt haben, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem Text auf diesem Papier und dem Verblödungsbrei des heute-Journals, dann hat die Demo sicher ihren Sinn erfüllt.

Jenen, die lediglich verächtlich die Nase rümpften ob dieser Belästigung, wünsche ich das Glück, bis zu ihrem seligen Ende ungeschoren zu bleiben. Den übrigen, schon wissbegierig, aber noch zaghaft Zweifelnden wünsche ich Entschlossenheit auf der Suche nach weiterer Erkenntnis.

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