Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Das Wunderland der Demokratie

07.06.2018, Karl Scheffsky, Schwerin

Das Wunderland der Demokratie

 

In Deutschland herrscht Demokratie, genauer gesagt die bürgerliche. Wir sollten Demokratie stets mit Volksherrschaft übersetzen. Das macht manches deutlicher. Z. B. erhellt es in unserem schönen Nordostdeutschland, wie die 4 Landratswahlen vorbereitet, durchgeführt und unsere Menschen am Ende die Sieger von Minderheiten als Sieger von Mehrheiten hinnehmen mussten . Schlappe 27,4 % Berechtigte gingen zu den freien Wahlen. Die Ignoranten mit über 70% hatten wohl andere Vorstellungen von solchen Stimmabgaben und waren so frei ihnen fern zu bleiben. Alles trotz Aktivitäten von Spitzenpolitikern vor Ort wie Frau Merkel. Ohne organisierten Boykott erreichten die Nichtwähler eine absolute Mehrheit. Regiert werden die Bürger dennoch von den gewählten Kandidaten der abgeschlagenen Minderheit. Für eine Volksherrschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist dies kein Problem? Dies hat ja von den Prozenten her Ähnlichkeit mit einer US-Präsidentenwahl. Und die richtigen Kandidaten wurden auch gewählt. Allerdings, die der Linkspartei gingen leer aus. Ein Boykott der seltsamen Wahlen hätte sie in die Mehrheit der Nichtwähler integriert und so ein Signal für die Sammlungsbewegung von Wagenknecht und Lafontaine gegeben. Vergleichsweise noch einmal ein Blick nach Übersee, nach Venezuela. Diese Wahlen kann die BRD natürlich nicht anerkennen. Da gibt es doch kein Wunderland "der Volksherrschaft durch das Finanzkapital" und der falsche Kandidat Maduro wurde auch noch gewählt.

 

Karl Scheffsky, Schwerin

 

 

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